Mordverdacht in Liesing

Die Polizei sucht in einem Liesinger Überflutungsbecken nach einer Leiche. Aufgekommen war der Verdacht, dass die gesuchte Frau einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte, nach einer Abgängigkeitsanzeige ihres Mannes - der Hausmeister hatte sich anschließend das Leben genommen.

Am 6. April 2009 erstattete der 42-jährige Fernand S. bei der Polizei eine Abgängigkeitsanzeige. Im Zuge von Ermittlungen und aufgrund von Zeugenaussagen kam der Verdacht auf, dass ein Gewaltverbrechen des 42-Jährigen an seiner Frau nicht auszuschließen ist.

Da Fernand S. bei einer folgenden Einvernahme nicht erschien, fuhren Beamte des Landeskriminalamtes Wien zur Wohnadresse des Ehepaares. In der Wohnung fanden die Beamten einen Abschiedsbrief von Fernand S. Es wurde daraufhin mit der Durchsuchung der gesamten Wohnhausanlage begonnen, da der 42-Jährige als Hausmeister Zugang zu sämtlichen Kellern und Dachböden hatte. Die Beamten fanden die Leiche des Mannes auf einem Dachboden, er hatte sich in den Kopf geschossen.

Der Verdacht, dass die Abgängige einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte, erhärtete sich. Aufgrund von Zeugenaussagen wurde ein Überflutungsbecken in Wien Liesing unter Mithilfe von Leichenspürhunden durchsucht. Da die Hunde eine Fährte aufnahmen, wurde mit dem Abpumpen des Überflutungsbeckens begonnen. Am Grund des Beckens befinde sich jedoch meterhoher Schlamm, der eine weitere Durchsuchung unmöglich mache, hieß es in einer Aussendung der Polizei. Die Suche musste abgebrochen werden und wird heute, Donnerstag, fortgesetzt.

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