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Mordanzeige im Fall Luca?

Im Fall des toten Kleinkindes Luca könnte den Verdächtigen eine Mordanzeige blühen, meinen Beobachter. Ob dies auch zu einer Mordanklage führt, ist offen.

Die Entscheidung liegt bei der Staatsanwaltschaft.

Eine Anzeigen-Statistik des Bundeskriminalamts, welche das Kinder- und Jugendschutzzentrum Wien der APA zur Verfügung stellte, belegt unterdessen, dass mehr als 10.500 unter 18-Jährige im Vorjahr Opfer von Straftaten wurden.

Das weitaus größte Deliktsfeld betrifft dabei jenes gegen Leib und Leben mit 6.263 Fällen. Dabei sieht man auch, dass die meisten Opfer in der Altersgruppe der 14- bis 18-Jährigen zu beklagen sind. Aber 191 Delikte gegen Leib und Leben betrafen Kinder unter sechs Jahren. In diesem Deliktfeld sind übrigens deutlich mehr Buben als Mädchen betroffen. In den Gruppen unter sechs sowie unter zehn kommen auf jedes weibliche Opfer zwei männliche, bei den älteren ist das Verhältnis sogar rund eins zu drei.

Drei der Fälle betrafen 2006 Morde an unter Sechsjährigen, weitere vier Sechs- bis unter Zehnjährige. Weiters wurden 109 Körperverletzungen gegen Null- bis Sechsjährige zur Anzeige gebracht, weitere 207 Anzeigen bei diesem Delikt betrafen Sechs- bis Zehnjährige. 63 Mal wurden laut der Anzeigenstatistik Säuglinge, Kleinkinder und Kinder im Vorschulalter gequält oder vernachlässigt, weitere 27 Kinder im Volksschulalter.

Bei den strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung ist das Verhältnis unter den Geschlechtern umgekehrt. 54 der 67 unter sechsjährigen Opfer in diesem Deliktsbereich waren Mädchen, dieser Trend setzt sich auch in den anderen Altersgruppen fort und verstärkt sich noch. In diese Deliktsgruppe fallen beispielsweise der sexuelle und der schwere sexuelle Missbrauch von Unmündigen.

Dass Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ein immer größer werdendes Thema darstellt, belegt die Statistik des Wiener Kinderschutzzentrums: 2006 wurden 427 Fälle betreut, 2005 waren es 396. Neue Fälle, von denen es im Vorjahr 311 gab, werden in vier Hauptkategorien eingeteilt. Den größten Anteil dabei machte der sexuelle Missbrauch mit 39,5 prozent der Fälle aus. Mit 26 Prozent stand die körperliche Misshandlung an zweiter Stelle. Der Rest verteilte sich auf seelische Misshandlungen (16,1 Prozent) und Vernachlässigungen (8,4 Prozent).

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