Mordalarm in Wien-Favoriten: 52-Jähriger erstach Ehefrau

In Wien-Favoriten wurde eine Frau erstochen.
In Wien-Favoriten wurde eine Frau erstochen. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Am Mittwoch kam es in Wien-Favoriten zu einer tödlichen Messerattacke. Ein 52-Jähriger soll auf seine Ehefrau eingestochen haben, für die 45-Jährige kam jede Hilfe zu spät.

Polizisten wurden am 3. Februar gegen 13.45 Uhr im Zuge ihres Streifendienstes in Wien-Favoriten von einem Mann angesprochen, dessen Kleidung und Hände Blut aufwiesen. Der 52-jährige Syrer gab an, seine Frau hätte ihn geschlagen und führte die Polizisten zu einer Wohnung.

45-Jährige in Wien-Favoriten erstochen

In der Wohnung entdeckten die Beamten eine stark blutende Frau ohne Bewusstsein. Die Uniformierten alarmierten einen Notarzt und begannen mit Erste-Hilfe-Maßnahmen. Der Mediziner versuchte ebenfalls noch, die 45-Jährige zu reanimieren, aber zu spät. Kurz darauf wurde der Tod der Frau festgestellt.

Das Opfer erlitt Stiche gegen den Hals. Als Tatwaffe wurde ein Gemüsemesser sichergestellt, das eine relativ kleine Klinge von fünf Zentimetern Länge hat. Eine Obduktion der Leiche wird voraussichtlich am Freitag durchgeführt.

Der Tatort befindet sich in einem mehrstöckigen Haus, das an eine syrisch-orthodoxe Kirche angeschlossen ist und vermutlich zum Teil als Asylunterkunft genutzt wurde.

Ehemann laut Polizei geständig und in Haft

Der 52-Jährige zeigte sich sofort geständig. In ersten Angaben sprach der Mann von einem Streit, er habe seine Frau mit dem Messer getötet. Worum es dabei ging, war am Nachmittag noch unklar. Der Mann gab an, dass sie ihn im Zuge der Auseinandersetzung auch angespuckt haben soll. Die Polizei ging davon aus, dass die Bluttat jedenfalls erst heute verübt wurde. Eine nähere Eingrenzung des Tatzeitraumes war zunächst aber nicht möglich. Eine Einvernahme habe noch nicht stattgefunden.

17-jähriger Sohn kann sich Bluttat nicht erklären

Das Paar hat nach Informationen der Exekutive einen 17-jährigen Sohn. Er wurde bereits über die Bluttat informiert. Er konnte sich gegenüber der Polizei nicht erklären, warum sein Vater seine Mutter getötet habe. Der 53-Jährige war 2014 aus dem Kriegsgebiet nach Österreich gekommen und holte zwei Jahre später seine Familie nach.

(APA/Red)

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