Mord an Rene: Täter können sich angeblich nicht erinnern

Die Einvernahmen der beiden Verdächtigen nach dem Mord an dem 20-jährigen Rene M. gestalten sich weiter schwierig: Der mutmaßliche Schütze, der 48-jährige Andreas K., wollte zum Tatzeitpunkt so betrunken gewesen sein, dass er sich an nichts mehr erinnern kann. Der 29-jährige Alexander H., der den Wagen gelenkt hat, schloss lediglich aus, dass er aus dem BMW auf den jungen Mann geschossen hat.
Rene traf seinen Mörder aus purem Zufall
Täter stellten sich der Polizei

Die Verdächtigen bestritten gezielt auf M. gefeuert zu haben. “Beide Männer gaben an, am Gehsteig niemanden gesehen zu haben”, so Sprecher Mario Hejl am Sonntag gegenüber der APA. Der Lenker betonte bei seiner Einvernahme zudem, dass er nicht mitbekommen hat, dass sein Mitfahrer aus dem Wagen geschossen hat. “Er sagte nur, dass er selbst es nicht war”, so Hejl.

Die Polizei sucht nun an der Tatwaffe, die K. illegal besaß, nach weiteren Spuren. Erste DNA-Spuren des Verdächtigen wurden bereits am Samstag sicher gestellt.

K. sollte im Laufe des Nachmittages wegen Verdacht des Mordes in die Justizanstalt Josefstadt überstellt werden. Eine weitere Einvernahme des 29-jährigen Lenkers war noch ausständig.

Rene M. war in der Nacht auf 21. August nach einem Discobesuch in Wien-Floridsdorf mit einer Pistole auf offener Straße von einem roten BMW aus erschossen worden, während er zu Fuß nach Hause ging. Einer von vier abgegebenen Schüssen traf den 20-Jährigen ins Herz, dieser war laut Obduktion tödlich.

Laut Polizei konnte aufgrund von Bildern aus zwei Überwachungskameras aus über 700 infrage kommenden Pkw ein Fahrzeug ermittelt werden, das einen Tag nach der Tat abgemeldet worden ist. Durch weitere Erhebungen stellte sich heraus, dass Andreas K. dieses Auto öfters gefahren ist. Nicht zuletzt durch diesen Fahndungsdruck stellten sich die Männer schließlich der Staatsanwaltschaft.

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