Mord an 83-Jähriger: Erinnerungslücken

Der Mord an einer 83-jährigen Greisin am vergangenen Donnerstag in Wien-Simmering gilt als „umfassend aufgearbeitet“, allein das Motiv des verdächtigen 93-jährigen Ehemannes bleibt weiter im Dunkeln.

Bei mehrfachen Befragungen habe der Pensionist immer wieder Erinnerungslücken vorgegeben, sobald es um die Tat und deren Auslöser ging, sagte ein Ermittler am Montag der APA.

Über den Verdächtigen wurde mittlerweile die Untersuchungshaft verhängt. In den Verhören ließ er durchblicken, er sei in einem Ausnahmezustand und nicht Herr seiner Sinne gewesen, als er seiner Ehefrau in der gemeinsamen Gemeindebauwohnung mit einem Küchenmesser den Hals aufschnitt, berichtete der Kriminalist.

Für Angehörige und Nachbarn kam die Bluttat völlig überraschend, gaben sie gegenüber der Polizei an. Wie sich zu spät herausstellte, war der 93-Jährige offenbar nach einer Herz-OP und einem längeren Spitalaufenthalt psychisch labil und des Lebens überdrüssig gewesen.

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