Mord an 41-Jährigem birgt viele Rätsel

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Der Mord an dem 41-jährigen gebürtigen Türken bereitet den Ermittlern Kopfzerbrechen. Anscheinend hat sich die Tat doch anders abgespielt als von dem Ermordeten kurz vor seinem Ableben beschrieben. Die Vorgeschichte

Von den befragten Lokalgästen möchte keiner Streitigkeiten vernommen haben und niemand kenne jemanden, der dem Opfer, das sich inzwischen als der Besitzer des Cafe “Baran” herausstellte, etwas antun hätte wollen, berichtete Polizeisprecherin Karin Strycek der APA.

Kurz vor seinem Tod gab das schwer verletzte Opfer an, dass es im Lokal zu einer Auseinandersetzung mit zwei Männern gekommen sei. Allerdings wurden im Cafe keine Spuren gefunden, die darauf hinwiesen, dass die Tat in dem Lokal passiert sein könnte, meinte die Sprecherin. “Was das Opfer zum Schluss sagte, dürfte nicht hundertprozentig stimmen.” Viel mehr habe man an einer Mauer in der Hubergasse – der Angeschossene wurde in der Friedmanngasse entdeckt – Einschüsse und drei Patronenhülsen gefunden.

Die bisherigen Befragungen von Lokalgästen haben ergeben, dass der Besitzer gegen 2.00 Uhr sein Cafe verlassen habe und Richtung 17. Bezirk gegangen sei. In der Hubergasse dürfte er von seinen Mördern angeschossen worden sein, woraufhin das verletzte Opfer wieder zurück in Richtung Lokal gelaufen sein dürfte. Schließlich wurde der Angeschossene gegen 2.15 Uhr von einem Autofahrer in der Friedmanngasse gefunden.

Dass es sich bei dem Mord um eine Mafia-Fehde gehandelt haben könnte, wie Medien am Dienstag berichteten, konnten die Ermittler nicht bestätigen. Es gebe keine derartigen Hinweise, die bisherigen Befragungen hätten diesbezüglich nichts ergeben. Die Polizei sucht nun nach Zeugen oder Anrainern der Hubergasse 1, die Schüsse gehört oder den Vorfall beobachtet haben. “Es wird wohl noch eine Vielzahl an Einvernahmen geben”, sagte die Polizeisprecherin.

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