Monk: "The Man Who Sleeps on His Breath"

"monk" haben sich also an ihr drittes Album gemacht und brechen damit zu neuen Ufern auf. Die Mannschaft bleibt gleich, die Karten sind neu gemischt. Das Festland verschwindet am Horizont und man verläßt sich mehr und mehr auf die Instinkte.

Organisch und homogen. Mit einem Twist tanzen, schlendern, fliegen die Songs in den Gehörgang und ohne Umwege in das Innere des geneigten Zuhörers. Neun (oder doch zehn?) Tracks sind auf dem Longplayer versammelt und jeder Track erzählt einen Teil einer großen Geschichte, die Geschichte des rastlosen Wanderers – „The Man Who Sleeps on His Breath’“. So nannten die amerikanischen Ureinwohner den Fotografen, der mit seinen Bildern den nachhaltigsten Eindruck der inzwischen untergegangen Indianerkultur festgehalten und vermittelt hat. Als Feldbett auf seinen langen Reisen diente stets eine Luftmatratze.

Dieses Symbol des Rastlosen schmückt auch das Album-Cover von „The Man Who Sleeps On His Breath“. Die drei „monks“, Georg Hartwig, Susanna Sawoff und Philipp Pluhar erzählen mit Pauken und Trompeten, oder sollte man sagen ‘mit Kickdrums und Posaunen’ Geschichten von Aufbruch und Ausbruch, Ankommen und Bleiben.

Die turbulenten persönlichen Beziehungen während der Aufnahmen flossen in die Songs, Texte und Arrangements. Die Gitarren rotzen gehörig in das feine Songwriting, die Bläsersätze legen noch eins drauf und steuern so gegen die fragilen, vielschichtigen Texte und bringen damit das über Rumpfgeschwindigkeit laufende Schiff zum Vibrieren.

Aussteigen kann man auf hoher See aber nur unter schwierigen Bedingungen, und so genießen wir die Fahrt mit wohliger Unruhe und mit dem sicheren Wissen, dass man (eines Tages) irgendwo ankommen wird . . .

Hörproben auf www.myspace.com/yourmonk

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