Modernste Palliativstation im Wilhelminenspital eröffnet

Bürgermeister Häupl eröffnet modernste Palliativstation Österreichs im Wiener Wilhelminenspital
Bürgermeister Häupl eröffnet modernste Palliativstation Österreichs im Wiener Wilhelminenspital ©Rupert Steiner
Nach eineinhalb Jahren Bauzeit eröffnet heute, Dienstag, im Wilhelminenspital die modernste Palliativstation Österreichs. Dabei wird viel Wert auf die Mobilität der Patienten gelegt.

14 Betten in wohnlicher Atmosphäre sorgen für einen würdevollen letzten Lebensabschnitt für Patienten, die an unheilbaren Krankheiten leiden. Selbstverständlich ist auch medizinische Betreuung auf dem letzten Stand der Technik möglich. Insgesamt hat die Stadt 9,2 Millionen Euro investiert.

Palliativstation im Wilhelminenspital: Häupl eröffnete

“Der Palliativmedizin kommt in unserer Gesellschaft mit ihrer steigernden Lebenserwartung eine immer größere Bedeutung zu. Deshalb ist es wichtig, solche Vorzeigeprojekte wie hier im Wilhelminenspital, zu verwirklichen”, betonte Bürgermeister Michael Häupl. “Die  ist ein wichtiger und zentraler Baustein beim Auf- und Ausbau der mobilen und stationären Hospiz- und Palliativversorgung in Wien”, unterstrich Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely.

Aktivität im letzten Lebensabschnitt

Palliativmedizin hat als eigenständige Disziplin erst in den vergangenen Jahrzehnten Fuß gefasst. Sie ist mehr als nur Schmerzbekämpfung, sondern tut das, was ihr Name sagt: palliare – in Watte betten bzw. einen schützenden Mantel umlegen. Das umfasst nicht nur die Linderung der Symptome, sondern auch die Berücksichtigung und Unterstützung spiritueller, emotionaler und sozialer Bedürfnisse – also den kranken Menschen in seiner Ganzheit zu sehen und zu behandeln. Palliativstationen entstanden im Rahmen der Hospizbewegung als weiteres Angebot neben ambulanter Begleitung und stationärer Hospizversorgung. “Wir wollen die Probleme unsere Patientinnen und Patienten lindern und sie wieder auf die Beine bringen, damit sie möglichst viel ihrer verbleibenden Zeit zu Hause verbringen können – im Kreis ihrer Familie oder mit der Hilfe von ambulanten Diensten. Sie sollen bis zu ihrem letzten Tag so aktiv wie möglich leben”, erklärt Heinz Ludwig, Vorstand der 1. Medizinischen Abteilung, Zentrum für Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin im Wilhelminenspital. Deshalb werden immer stärker auch die engsten Angehörigen in das Betreuungskonzept eingebunden.

Neben der neuen Palliativstation um Wilhelminenspital gibt es auch welche im AKH, und im Krankenhaus Hietzing; im Kaiser-Josef-Spital wird gerade eine neue mit 14 Betten geschaffen. (APA/Red)

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