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Modelabel Jones aus Wien wird saniert und fortgeführt

Die Gläubiger stimmten dem Sanierungsplan von Jones zu.
Die Gläubiger stimmten dem Sanierungsplan von Jones zu. ©APA
Das Wiener Damenmodelabel Jones wird fortgeführt, zwei Filialen in Vösendorf und Salzburg bleiben jedoch geschlossen. Das Sieht der Sanierungsplan des Unternehmens vor.

Das in die Insolvenz geschlitterte Wiener Damen-Modelabel Jones wird fortgeführt. Der Sanierungsplan ist am Dienstag von den Gläubigern angenommen worden, teilten die Kreditschützer nach dem entscheidenden Gerichtstermin mit. Zwei Filialen in Einkaufszentren, eine in Vösendorf und eine in Salzburg, sind am Montag jedoch gerichtlich geschlossen worden. Auch im Zentrallager wurden Teile aufgelassen.

Die Quote von 20 Prozent soll aus dem Fortbetrieb des Unternehmens erwirtschaftet werden, hieß es. "Durch die eingeleiteten Maßnahmen der Unternehmensführung, welche eine Änderung der Warenproduktion und Preisstrategie beinhalten, stellt sich die Geschäftsentwicklung aus heutiger Sicht als positiv dar", berichtete der KSV1870. Der Betrieb laufe seit Insolvenzeröffnung kostendeckend, erklärte der AKV.

Wiener Modelabel beschäftigte 168 Mitarbeiter

Das Modelabel war Ende September mit 35 eigenen Filialen und 168 Mitarbeitern zahlungsunfähig geworden. Die hinter der Marke stehende Rose GmbH brachte damals einen Antrag auf Einleitung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung beim Handelsgericht Wien ein. Die Schulden betrugen rund 7,5 Mio. Euro. 190 Gläubiger waren betroffen. Laut Creditreform dürften die Forderungen auf rund 8 Mio. Euro steigen.

Es handelte sich um die drittgrößte Einzelhandelsinsolvenz im heurigen Jahr nach Charles Vögele und mister*lady. Auch große internationale Modeketten wie der US-Textilhändler Forever 21 oder die deutschen Kette Gerry Weber mussten dieses Jahr bereits Insolvenz anmelden. Vor allem die Online-Konkurrenz von Zalando und Co. macht dem stationären Textileinzelhandel zu schaffen.

(APA/red)

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