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Minus bei Sozialversicherung für Selbstständige erwartet

Die Sozialversicherung der Selbstständigen rutscht ins Minus.
Die Sozialversicherung der Selbstständigen rutscht ins Minus. ©APA/HANS PUNZ
Coronabedingt wird bei der Sozialversichung für Selbstständige heuer ein Minus von 22 Millionen Euro erwartet. Trotzdem soll es zu keinen Leistungskürzungen oder Beitragserhöhungen kommen.

Die pandemiebedingte Wirtschaftskrise geht auch an der Sozialversicherung der Selbstständigen nicht vorbei. Wie Obmann Peter Lehner der APA berichtet, wird gemäß der jüngsten Prognose für 2020 statt eines Plus von 40 Millionen Euro ein Minus von 22 Millionen erwartet.

Kürzungen der Leistungen oder höhere Beiträge ausgeschlossen

Die Zahlen zeigten, dass die Krise bei den Mittelständlern angekommen sei. Im zweiten Quartal habe man 15 Prozent weniger Liquidität gehabt. Die Entwicklung sei jedoch nicht dramatisch, da die SVS sehr stabil sei. Daher gebe es kein Problem bei der Leistungserbringung oder der Gebarung. So schloss Lehner auch Leistungskürzungen oder Beitragserhöhungen für 2021 aus.

Die gestundeten Beiträge sind von 65 Millionen im Jänner auf 145 Millionen angestiegen. Das sei alles Liquidität, die von der SVS den Unternehmern zur Verfügung gestellt worden sei. Wie viel davon uneinbringlich sein wird, wollte Lehner nicht abschätzen. Was notwendige Liquidität angeht, geht er davon aus, dass es seitens der Politik Absicherungen geben würde, sollte das notwendig sein.

Liquiditätsbedarf wird am Mittwoch erhoben

Wie es die gesamte Sozialversicherung betreffend aussieht, dürfte am kommenden Mittwoch klarer werden. Da wird laut Lehner, der auch Vorsitzender des Dachverbands ist, in der Sozialversicherungskonferenz der Liquiditätsbedarf erhoben. Zudem soll dargestellt werden, wie viele die der Sozialversicherung von der Regierung überantworten Aufgaben etwa bezüglich Heilbehelfe gekostet haben. Diese Ausgaben würden von der öffentlichen Hand zu tragen sein.

(APA/Red)

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