Minions - Auf der Suche nach dem Mini-Boss: Kritik und Trailer zum Film

Sie sind gelb, frech und ziemlich respektlos: Die Minions. Jetzt machen sie wieder die Leinwand unsicher, im zweiten Langfilm-Ableger der Kinoreihe "Ich - einfach unverbesserlich". Darin sind sie "Auf der Suche nach dem Mini-Boss". Der Animationsfilm erzählt, wie Gru schon als Kind seine Leidenschaft fürs Schurkendasein entdeckt. Der größte Traum des 11-Jährigen ist es, ein Mitglied der berühmt-berüchtigten Schurkenbande "Die fiesen 6" zu werden. Als der Anführer Wilder Knöchelknacker bei einer Mission verschwindet, sieht Gru seine Chance gekommen. Doch die Dinge entwickeln sich anders als geplant.

Er ist noch keine zwölf Jahre alt, und doch hat es dieser Knirps faustdick hinter den Ohren: Oberbösewicht Gru kehrt im neuesten Animationsabenteuer der "Minions" auf die große Leinwand zurück. Gemeinsam mit seinen gelben Helferlein will er sich einen Platz bei den "Fiesen 6", einer Superschurken-Truppe, erkämpfen. Doch es kommt anders als geplant, weshalb sich die Minions letztlich "Auf der Suche nach dem Mini-Boss" wiederfinden. Ab Donnerstag im Kino.

Minions - Auf der Suche nach dem Mini-Boss: Kurzinhalt zum Film

Drei Filme der "Ich - Einfach unverbesserlich"-Reihe sowie ein eigener "Minions"-Ableger haben die gelben Nervensägen in den blauen Latzhosen seit 2010 zu weltweiten Stars gemacht. Während das für die Animationsschmiede Illumination Entertainment ein wahrer Glücksfall ist, scheiden sich nicht nur am albernen Gebrabbel der Figuren die Geister. Kindischer Humor und eine ewige Slapstick-Parade kommen aber offenbar an, war das erste Soloabenteuer 2015 doch der erfolgreichste Kinofilm in Österreich.

An jene Story knüpft nun auch der zweite Teil an: Haben die quirligen gelben Minions damals den noch jungen Gru entdeckt und gleich zum neuen Boss erkoren, müssen sie nun mit ihm gemeinsam den nächsten Schritt wagen - oder doch nicht? Klein Gru hat nämlich nur eines im Sinn: Endlich bei seinen Lieblingsganoven, den "Fiesen 6", unterzukommen. Da trifft es sich gut, dass deren Anführer Wilder Knöchelknacker (in der deutschen Fassung gesprochen von Thomas Gottschalk) verschwunden und damit ein Platz freigeworden ist.

Der vor Tatendrang nur so strotzende Gru wird auch tatsächlich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, doch will er das lieber alleine durchziehen - sehr zum Leidwesen seiner gelben Begleiter, die ihren Kummer im kitschigen 70er-Jahre-Discosound ertränken. Aber natürlich bietet auch diese Geschichte reichlich Hollywoodmoral und kann es im Endeffekt nur den Sieg von Freundschaft und Hilfsbereitschaft geben, selbst wenn wir uns auf der Seite der Bösewichte bewegen.

Minions - Auf der Suche nach dem Mini-Boss: Die Kritik

Das Regieteam um Kyle Balda setzt all das gewohnt temporeich und bunt in Szene. Da passt es bestens, dass die Handlung Mitte der 70er-Jahre angesiedelt ist und somit alles von den Frisuren über die Outfits bis zum Sound ziemlich knallig daher kommt. Zum Drüberstreuen gibt es etliche Popzitate, die vom "Weißen Hai" bis zu "Easy Rider" reichen und wohl als Zugeständnis für das Erwachsenenpublikum gedacht sind.

Fest steht nämlich: Wer schon bisher mit Gru und seinen Minions nichts anzufangen wusste, sollte auch um die neueste Auflage einen großen Bogen machen. Der infantile Gestus wird teils auf die Spitze getrieben, wenn das liebenswerte Trio Kevin, Stuart und Bob in Kung-Fu unterrichtet wird oder es einen Seitenhieb auf Tupperware-Partys gibt. "Minions 2" ist ein Aufguss nach altem Rezept, das für die Zielgruppe wohl noch einen gewissen Reiz hat, aber eigentlich schon ziemlich abgestanden riecht. Für einen Sommer wie damals reicht es aber allemal.

(APA/Red)

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