Mindestlohn: 316.500 Jobs liegen bei unter 1.700 Euro brutto

Die Arbeitnehmervertreter wollen einen 1.700 Euro-Mindestlohn.
Die Arbeitnehmervertreter wollen einen 1.700 Euro-Mindestlohn. ©APA
Nachdem die Sozialpartner einem flächendeckenden Mindestlohn von 1.500 Euro brutto (auf Vollzeitbasis) schon recht nahe sind, visieren die Arbeitnehmervertreter nun verstärkt 1.700 Euro Mindestlohn an. Zuletzt verdienten 316.000 Beschäftigte unter 1.700 Euro (14 Mal jährlich).
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Das würde der Mindestlohn kosten

Dazu kommen noch 300.000 Teilzeit- oder nicht ganzjährig Beschäftigte, die für darunterliegende Löhne arbeiten. Oberösterreichs AK-Präsident Johann Kalliauer hat heute bei einer Pressekonferenz betont, dass 1.700 Euro brutto pro Monat “aus Sicht der Arbeiterkammer die Untergrenze für ein Leben in Würde darstellen”.

Niedrige Entlohnung treffe Frauen doppelt so stark wie Männer: “Während 2015 österreichweit mehr als jede fünfte Vollzeitbeschäftigte monatlich weniger als 1.700 Euro brutto verdiente, war es bei den Männern rund jeder zehnte”, rechnete Kalliauer vor.

Mindestlohn: Diese Branchen verdienen besonders wenig

Mit Abstand die Branche mit der höchsten Prozentzahl an niedrig Entlohnten sei das Hotel- und Gastgewerbe, wo rund jeder Zweite weniger als 1.700 Euro monatlich für Vollzeitarbeit erhalte.

Die Arbeitgeber verweisen in diesem Zusammenhang auf gratis Kost und Logis sowie Trinkgeld – allerdings wirkt sich das nicht auf die Pensionen sowie das Arbeitslosen- und Krankengeld aus. An zweiter Stelle folge der Handel mit einem Anteil an niedrig Entlohnten von rund 22 Prozent.

>> Friseure und Floristen wollen keine 1.500 brutto zahlen.

(APA)

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