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Milliarden für Schnäppchenportal

Google bietet der Online-Gutscheinplattform Groupon zwischen fünf und sechs Milliarden Dollar. Das wäre der teuerste Einkauf des Online-Giganten.

Die Gerüchte um eine baldige Übernahme der Online-Gutscheinplattform Groupon durch Google verdichten sich. Nachdem sowohl Google als auch Yahoo Mitte November mit einem Angebot von zwei bis drei Mrd. Dollar bei Groupon abgeblitzt sind, berichtet die New York Times nun von “fünf bis sechs Mrd. Dollar”, die Google auf den Tisch legen will. Damit wäre Groupon der teuerste Einkauf der Google-Geschichte – noch vor der Online-Werbeagentur DoubleClick (3,1 Mrd. Dollar) sowie das Videoportal YouTube (1,65 Mrd. Dollar).

Schnellstes Wachstum überhaupt

Jüngsten Meldungen, denen zufolge der Verkauf bereits getätigt wurde, stellten sich als voreilig heraus. Laut “Business Insider” dürften die Verhandlungen noch einige Wochen andauern, Insider halten in der “New York Times” auch ein Scheitern der Verhandlungen für möglich. Google selbst ist auf pressetext-Anfrage zu keiner Stellungnahme bereit.

Das US-Startup Groupon wird derzeit als die am schnellsten wachsende Internetfirma aller Zeiten gehandelt. Bloß zwei Jahren nach seiner Gründung ist sie bereits Marktführerin im Online-Handel mit Coupons. Ihr Prinzip beruht auf täglichen E-Mails mit Rabatt-Angeboten, die erst schlagend werden, sobald sich eine Mindestzahl an Kaufwilligen findet. Groupon verfügt über eine achtstelligen Zahl an registrierten Nutzern und verbucht Jahreseinnahmen von über 350 Mio. Dollar.

Rabatte sind im Trend

Vergünstigungen sind derzeit im Trend, bestätigt Erste-Bank-Analyst Ronald-Peter Stöferle: “Die Privathaushalte in den USA sind alle pleite, weshalb jeder Coupons möchte.” E-Commerce-Experte Olaf Roik vom Handesverband Deutschland  trennt jedoch die aufstrebende Online-Version der Gutscheinjagd vom Geschäftsmodell seiner klassischen Papierform. “Coupons erhalten durch mobile Endgeräte und die Möglichkeit einer lokalen Beschränkung eine völlig neue Dimension”, so der Experte auf pressetext-Anfrage.

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