Meyer zu Drozda: "Hat viel Erfahrung und kennt sich gut aus"

Vorschusslorbeeren für den neuen Kulturminister
Vorschusslorbeeren für den neuen Kulturminister
Der neue Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) hat den künftigen Kulturminister Thomas Drozda "einen der angesehensten Kulturexperten des Landes" genannt. Dessen Berufung sei eine "klare Geste in Richtung Kunst und Kultur", sagte Kern heute in seiner ersten Pressekonferenz. Auch in der Kulturszene gab es zunächst nur positive Reaktionen.


Staatsoperndirektor Dominique Meyer, der für einen Verbleib von Josef Ostermayer im Amt unterschrieben hatte, betonte in einem schriftlichen Statement gegenüber der APA zunächst, “dass wir mit dem bisherigen Kulturminister Josef Ostermayer eine sehr gute Zusammenarbeit hatten. Da nun infolge der Regierungsumbildung ein neuer Kulturminister eingesetzt wird, sind wir froh, dass Thomas Drozda dieses Amt übernimmt: Er ist vom Fach, hat viel Erfahrung und kennt sich sehr gut aus. Wir begrüßen seine Ernennung und wünschen Thomas Drozda viel Erfolg und eine lange Amtsperiode!”

Auch Oliver Rathkolb, Leiter des internationalen wissenschaftlichen Beirates des von Ostermayer auf Schiene gebrachten “Haus der Geschichte Österreich” (HGÖ) , hatte den Aufruf, der sich für einen Verbleib Ostermayers einsetzte, unterschrieben. “Ohne den ehemaligen Kulturminister würde es kein Haus der Geschichte geben”, so Rathkolb heute gegenüber der APA. Er ist sich sicher, dass dieser Schritt in ähnlich positiver Erinnerung bleiben wird wie die von Ostermayer verantwortete Ortstafelregelung.

Den neuen Kulturminister Thomas Drozda kenne er bereits aus jener Zeit, als dieser den damaligen Bundeskanzler Viktor Klima beraten hat. Diese Zeit habe Rathkolb in “extrem positiver Erinnerung”; Drozda habe damals bei Themen wie Kunstraub und Restitution “eine wichtige Rolle gespielt”. Zudem kenne er Drozdas “Interesse an einer kritischen Zeitgeschichtsforschung und deren Präsentation”. Daher hat Rathkolb keinen Zweifel, “dass wir mit ihm jenen Weg, den Ostermayer geebnet hat, weitergehen können”.

Gekippt werden könne das HGÖ aufgrund der gesetzlichen Verankerung in der jüngsten Novelle des Bundesmuseengesetzes nicht mehr. “Jetzt geht es darum, Generaldirektorin Johanna Rachinger und ihrem Team den Rücken freizuhalten, damit sie arbeiten können.” Demnächst soll auch die Leitung für das der Nationalbibliothek angehörende Museum ausgeschrieben werden.

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