Meusburger als Favoritin ins Gastein-Achtelfinale

Yvonne Meusburger trifft auf Chanelle Scheepers
Yvonne Meusburger trifft auf Chanelle Scheepers
Mit Yvonne Meusburger und Lisa-Maria Moser stehen noch zwei Österreicherinnen im mit 250.000 Dollar dotiertem WTA-Tennisturnier "Gastein Ladies" im Einzelbewerb. Beide bestreiten ihre Achtelfinalbegegnungen erst am Donnerstag. Während Meusburger gegen Chanelle Scheepers (RSA) als Favoritin gilt, ist Moser gegen die gesetzte Italienerin Camila Giorgi in der Außenseiterrolle.


Titelverteidigerin Meusburger musste in der ersten Runde hart kämpfen, um im Turnier zu bleiben. Erst nach 2:51 Stunden und einem 7:6(9),4:6,7:5 gegen die Qualifikantin Tereza Smitkova (CZE) stand ihr Aufstieg fest. “Eine schwere Geburt”, bekannte sie anschließend. Scheepers erreichte das Achtelfinale nach einem klaren 6:1,6:2-Erfolg über Mariana Duque-Marino (COL). Im Head-to-Head mit der 30-jährigen Südafrikanerin steht es 4:2 für die gleichaltrige Meusburger. Das jüngste Duell gewann die Vorarlbergerin heuer in der ersten Runde der Australien Open.

“Ich kann nicht sagen, dass sie mir nicht liegt. Wir kennen uns beide sehr gut”, erzählte Meusburger im Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur. “Ich werde sicher auf den Platz gehen, um zu gewinnen. Aber ich darf halt nicht so viele Fehler machen.” Um diese auszubügeln, arbeitete sie an ihrem spielfreien Mittwoch mit ihrem deutschen Trainer Joachim Kretz. Meusburger, die Nummer 38 der Welt und klare Nummer eins Österreichs, gewann im Vorjahr in Bad Gastein ihr erstes WTA-Turnier.

“Und auch heuer bin ich gekommen, um zu gewinnen”, hält sie mit ihren Ambitionen nicht hinter dem Berg. Jedoch sei die Situation heuer anders, als in den vergangenen sieben Jahren, in denen sie in Gastein angetreten war: “Das ist neu für mich, als Titelverteidigerin in einem WTA-Turnier zu stehen, noch dazu zuhause. Der Druck ist schon ein bisschen größer.” Dabei liegt ihr das Turnier in den Salzburger Bergen. Sie war dort nie schlechter als Viertelfinalistin.

Anders ist die Situation hingegen für Moser. Ihre Gastein-Premiere feierte die 23-jährige Steirerin erst im Vorjahr. Sie rückte mit Glück in den Hauptbewerb, dank einer Wildcard, weil Melanie Klaffner krankheitshalber absagen musste. Die Newcomerin schied erst im Viertelfinale aus und verbesserte sich von einem Rang um 700 mit den 70 Gastein-Punkten auf Platz 390 im WTA-Ranking.

“Ich bin unglaublich gern gekommen. Die Einladung hat mich sehr gefreut”, erzählte Moser, die heuer wieder eine Wildcard bekommen hat. Und in der ersten Runde bezwang sie ihre ÖTV-Kollegin Yvonne Neuwirth 6:2,6:4. Wie weit es heuer noch geht, ließ Moser (WTA-315) offen: “Ich bin in jedem Match Außenseiterin. Ich schaue einfach, was rauskommt.” Am Donnerstag muss sie gegen die als Nummer sieben gesetzte Camila Giorgi (WTA-40) antreten. Die Italienerin hat Vorjahresfinalistin Andrea Hlavackova (CZE) ausgeschaltet.

Die beiden haben noch nie gegeneinander gespielt. “Deshalb habe ich mir einige Games von ihr in der ersten Runde angesehen. Sie steht viel an der Linie und geht kompromisslos auf jeden Ball”, analysierte Moser. “Ich will sie aus der Balance bringen. Es wird mir auch nichts bringen, den Schwanz einzuziehen. Ich will meine Chance suchen.”

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