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Metaller-KV: Überraschende Einigung auf 1,45 Prozent mehr Lohn

Am ersten Tag der KV-Verhandlungen kam es zur Einigung.
Am ersten Tag der KV-Verhandlungen kam es zur Einigung. ©APA/ROBERT JAEGER
Schneller als gedacht haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber auf einen neuen Kollektivvertrag für die Metalltechnischen Industrie geeinigt. Die Ist- und KV-Löhne sowie -Gehälter steigen ab November um 1,45 Prozent.

Gewerkschaft und Arbeitgeber haben sich überraschend bereits in der ersten Verhandlungsrunde auf einen neuen Kollektivvertrag für die 130.000 Beschäftigen in der Metalltechnischen Industrie geeinigt.

Löhne steigen um 1,45 Prozent, Betriebe sollen Corona-Prämie ausschütten

Die Coronakrise führte zu einem schnellen Abschluss. Die Ist- und KV-Löhne sowie -Gehälter steigen ab November um 1,45 Prozent. Außerdem gibt es eine Empfehlung an die Betriebe, eine Coronaprämie von 150 Euro auszuschütten.

Bei Zeitkonten können Arbeitnehmer in der Metalltechnischen Industrie befristet bis Ende 2023 nun anstatt 120 insgesamt 180 Minusstunden ansammeln. Diese Maßnahme soll laut Gewerkschaft und Arbeitgeber helfen, um Arbeitsplätze zu sichern. Weitere Änderungen im Rahmenrecht gab es bei diesen Kollektivvertragsverhandlungen nicht. Über eine bezahlte Maskenpause aufgrund der Coronapandemie wurde nicht verhandelt.

Die Einigung erfolgte am ersten Tag der Kollektivvertragsverhandlungen. Im Vorfeld der Verhandlungen wollten die Arbeitgeber eigentlich die KV-Verhandlungen auf 2021 verschieben. "Bei dieser Lohnrunde ist sehr viel anders", sagte der gewerkschaftlichen Chefverhandler, Rainer Wimmer (PRO-GE), am Donnerstagmittag vor Journalisten in Wien. Man habe in dieser Situation "große Verantwortung" übernommen.

Arbeitgeber mit historisch schnellen Abschluss zufrieden

Die Arbeitgeber sind mit dem coronabedingt historisch schnellen Abschluss bei den Metaller-KV-Verhandlungen in der ersten Runde zufrieden. "Es war sehr wichtig, einen sehr raschen Abschluss zu erreichen", sagte der Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie (FMTI), Christian Knill, am Donnerstagmittag vor Journalisten in Wien.

Man habe nicht eine große Unruhe durch lange Kollektivvertragsverhandlungen in die Unternehmen bringen wollen, so Knill. Mit der Erhöhung der Ist- und KV-Löhne sowie -Gehälter ab November um 1,45 Prozent wird die Inflationsrate aus den vergangenen 12 Monaten exakt abgegolten. Auch die Lehrlingsentschädigungen und fast alle Zulagen werden um diesen Prozentsatz erhöht.

Für Betriebe, denen es wirtschaftlich besser geht, empfiehlt der Fachverband eine steuerbefreite Coronaprämie von bis zu 150 Euro. Die Lohn- und Gehaltserhöhung und die Prämie ist "eine Anerkennung für unsere Mitarbeiter", sagte Arbeitgebervertreter Knill. "Gerade in schwierigen Zeiten muss man zusammenstehen." Der schnelle Abschluss würde den Unternehmen "Planungssicherheit und Ruhe" bringen. Die Metalltechnische Industrie erwartet aufgrund der Coronakrise heuer einen Umsatzeinbruch von rund 20 Prozent.

Gesamte Metallindustrie übernahm Abschluss

Der verkündete Kollektivertragsabschluss in der Metalltechnischen Industrie ist am Nachmittag auch von den anderen Teilbranchen der Metallindustrie übernommen worden. Ab November steigen die Löhne und Gehälter in der gesamten Branche um 1,45 Prozent.

n der Metallindustrie arbeiten laut Gewerkschaftsangaben mehr als 190.00 Beschäftigte, davon 127.000 in der Metalltechnischen Industrie, 6.900 in der Gießerei-Industrie, 35.000 in der Fahrzeugindustrie, 17.000 im Bereich Bergbau-Stahl, 6.700 in der NE-Metallindustrie sowie 4.000 bei Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen.

Seit 2012 verhandeln die sechs WKÖ-Fachverbände bzw. Berufsgruppen auf Wunsch der Arbeitgeber und gegen den Widerstand der Gewerkschaften die Kollektivverträge getrennt. Der Abschluss in der Metalltechnischen Industrie gilt als richtungsweisend und als Vorlage für die weiteren Kollektivverträge in der Metallindustrie und in anderen Branchen.

(APA/Red)

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