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Metaller-KV: Keine Neuigkeiten nach sechster Verhandlungsrunde

Keine Neuigkeiten von den Metallern nach der 6. Verhandlungsrunde.
Keine Neuigkeiten von den Metallern nach der 6. Verhandlungsrunde. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Nach der sechsten Gesprächsrunde gibt es wieder keine Neuigkeiten bei den Metaller.

In der sechsten Verhandlungsrunde zum Metaller-KV hat sich bis zum späten Donnerstagnachmittag nichts Neues ergeben. “Keine Neuigkeiten”, hieß es von beiden Verhandlungsseiten um 17:00 Uhr auf Anfragen. Damit gab es auch nach drei Verhandlungsstunden heute – und damit insgesamt 43 Verhandlungsstunden – weiter keinen Durchbruch.

Arbeitnehmer: Einigung “ganz schwierig”

Bei der sechsten Runde der Metaller-KV-Verhandlungen hat es am frühen Donnerstagabend eine Pause – und noch keinen Durchbruch – gegeben. Laut Arbeitgebervertretern ist das Gesprächsklima “okay” und bisher das Rahmenrecht thematisiert worden. “Es ist sehr sehr schwierig”, sagte PRO-GE-Chefverhandler Rainer Wimmer: “Die Arbeitgeber bremsen.” Eine Einigung sei “möglich, aber ganz schwierig”.

Beim Rahmenrecht sei man noch nicht ganz wieder dort, wo man schon gewesen sei, kritisierte Wimmer und Karl Dürtscher (GPA-djp). “Die Gleitzeit ist ein sehr strenger Punkt, wo es noch großen Widerstand der Arbeitgeber gibt. Wir hoffen, dass wir auch in diesem Punkt noch Fortschritte erzielen werden.”

Mögliche Streiks am Montag

Finanzielles wurde bisher noch nicht besprochen. Die Verhandler zogen sich zur Stärkung zurück. Am Pausenbuffet der Arbeitnehmer wurden Fleischlaibchen, Wurstfleckerln, Erdäpfel- und Rahmgurkensalat kredenzt.

Die Arbeitnehmerseite drohte ja, sollte es zu keiner Einigung kommen, im Vorfeld der heutigen Verhandlung damit, “am Montag ganze Schichten ausfallen zu lassen”. Kommt es am Montag tatsächlich zum gewerkschaftlich angedrohten Arbeitsausstand, bei dem ganze Frühschichten bestreikt werden sollen, dann wird das – laut APA-Informationen zumindest vorerst -, weiterhin auf den größten Metallerteilbereich der Metalltechnischen Industrie (FMTI) beschränkt sein.

Donnerstagsdemo als Begleitmusik

Außergewöhnliche “Begleitmusik” für Metaller-KV-Verhandlungen am Donnerstagabend: Die Wiener Donnerstagsdemo – eine Protestveranstaltung gegen die ÖVP-FPÖ-Regierung – ist vor die Wirtschaftskammer in Wien-Wieden gezogen. “Heute machen wir den Bossen Feuer unter dem Hintern!”, lautete das Motto – während im Gebäude gerade die sechste Verhandlungsrunde zum Metaller-KV lief.

Während drinnen im WKÖ-Gebäude Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter um eine Einigung rangen, wurde es draußen richtig laut. “Widerstand! Widerstand!”, skandierte die Menge beispielsweise. Sogar Bengalische Feuer wurden entzündet. “Die Solidarität mit den Warnstreikenden Metallern ist für uns eine Selbstverständlichkeit”, sagte die Donnerstagdemo-Mitorganisatorin Djamila Grandits zur APA.

Die Arbeitgeberseite vom Fachverband der Metalltechnischen Industrie (FMTI) in der Wirtschaftskammer, die heute mit den Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp den KV verhandelt, wollte sich auf APA-Anfrage nicht zur Demonstration äußern. Schließlich zogen die Demonstranten nach etwa einer Viertelstunde weiter.

Arbeitgeber sehen gewisse Annäherung

Bei den festgefahrenen Verhandlungen zum Metaller-KV hat es am späteren Donnerstagabend gewisse Annäherungen gegeben, hieß es von Arbeitgeberseite in einer ganz kurzen Pause auf Anfrage. Die Gespräche seien sehr komplex, wurde betont. Es drehe sich weiter um das Rahmenrecht. Von der Arbeitnehmerseite verlautete gegen 22.00 Uhr, es gebe vorerst nichts Neues zu berichten.

Die Arbeitnehmer forderten vor der heutigen sechsten Verhandlungsrunde weiter 5 Prozent mehr Lohn bzw. Gehalt und umfangreiche Zugeständnisse im Rahmenrecht wegen des 12-Stundentages. Beides lehnten die Arbeitgeber neuerlich ab.

Die Gewerkschaft müsse bei ihren Forderungen “einen großen Abstrich machen, und wir werden auch unseren Teil dazu beitragen, um zu einer Lösung zu kommen”, sagte der Sprecher der Arbeitgeberverhandler Christian Knill heute vor Verhandlungsstart.

APA-Informationen zufolge dürfte – kommt es am Montag zum angedrohten Ausstand in Betrieben der Metalltechnischne Industrie – auch nicht gleich am Dienstag weitergestreikt werden, auch wenn sich die Kampfmaßnahmen über den Montag hinaus erstrecken dürften. Es könnte in weiterer Folge auch punktuell nach Bundesländern vorgegangen werden. Alles hängt aber vor allem davon ab, wie schnell man sich wieder zusammenfindet, sollten die heutigen Gespräche oder etwaige weitere übers Wochenende scheitern.

(APA/Red)

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