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Messerstecherei nach Silvesterfeier im Volksgarten: Neuverhandlung

Während einer Silvesterfeier in der Diskothek Volksgarten kam es in der Nacht auf den 1. Jänner 2010 zu blutigen Szenen. Der Security-Mitarbeiter wurde von einem Gast mit einem Militärmesser attackiert. Dieser muss sich nun erneut vor Gericht verantworten.
Prozessbeginn für Messerangriff
Die Silvesterfeier in der Diskothek Volksgarten hat in der Nacht auf den 1. Jänner 2010 blutig geendet: Als ein Security-Mann auf dem Weg durch die Lokalität einer jungen Frau “Prosit Neujahr” wünschte, entwickelte sich zunächst eine Massenschlägerei, die sich dann vor die Disco verlagerte, wo ein 28-jähriger Kosovare auf den Sicherheitsmann einstach. Am 22. Februar musste sich der Mann am Wiener Landesgericht wegen Mordversuchs vor einem Geschworenengericht verantworten.

Erstes Urteil nach Messerstecherei aufgehoben

Für diese Messerstecherei hatte der Kosovare bereits zwölf Jahre ausgefasst, doch das Urteil war vom OGH aufgehoben worden, da die Frage einer eventuellen Notwehr bzw. irrtümlich angenommenen Notwehr im Erstverfahren nicht ausreichend gestellt worden war. Dies sollte nun unter dem Vorsitz von Friedrich Forsthuber nachgeholt werden.

Security wünschte “Prosit Neujahr” auf Silvesterfeier

Der Sicherheitsbeauftragte hatte die junge Frau damals gegen 2.00 Uhr in der Silvesternacht angesprochen, was ihren Mann, den 28-Jährigen Angeklagten, offenbar mächtig störte. Er verlangte eine Entschuldigung, was schließlich in einer handfesten Auseinandersetzung endete. Zwei Sicherheitsleute begleiteten den Tobenden im festen Griff vor die Disco, wo das spätere Opfer schließlich noch einmal zum Pfefferspray griff – allerdings nicht sein Ziel, sondern die Kollegen traf, die deshalb loslassen mussten.

Angeklagter zückte Kampfmesser

Der Kosovare zückte daraufhin ein 25 Zentimeter langes Kampfmesser und stach von oben mehrmals auf sein Gegenüber ein. Der muskulöse Türsteher hatte in der Silvesternacht Glück, die Klinge traf nur Knochen, weshalb die Wunden nicht lebensgefährlich waren. Der Angeklagte verantwortete sich laut seinem Verteidiger Peter Philipp dahingehend, dass er durch den Pfefferspray halb blind gewesen sei und sich wegen der Ankündigung des Opfers – “Jetzt bist du tot” – gefürchtet habe. Er habe daher aus Notwehr gehandelt.

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