Messerattacke auf Zugbegleiter: Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Es laufen Ermittlungen wegen versuchten Mordes.
Es laufen Ermittlungen wegen versuchten Mordes. ©APA/LUKAS HUTER
Am Donnerstag wurde ein Zugbegleiter von einem Fahrgast mit einem Messer attackiert. Nun wurden Ermittlungen wegen versuchten Mordes eingeleitet.
Zugbegleiter von Fahrgast mit Messer verletzt

Nach der Messerattacke eines Fahrgastes auf einen Zugbegleiter in Niederösterreich wird wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Wien hat nach Angaben von Sprecherin Nina Bussek vom Freitag die Verhängung der Untersuchungshaft über den 17 Jahre alten Beschuldigten beantragt. Im Raum stand auch die Einholung eines psychiatrischen Gutachtens.

Zunahme von aggressiven Fahrgästen geortet

Verübt wurde der Angriff am Donnerstagvormittag auf der Strecke der Franz-Josefs-Bahn zwischen Klosterneuburg (Bezirk Tulln) und Tulln. Vorausgegangen war ein Streit zwischen dem Jugendlichen und dem 54-jährigen Zugbegleiter. Für den Beschuldigten klickten in Tulln die Handschellen. Der Attackierte wurde nach notärztlicher Versorgung in das Universitätsklinikum in der Bezirksstadt gebracht.

Ähnlich wie bereits die ÖBB am Donnerstag, ortete am Freitag auch die Gewerkschaft vida mit Fortdauer der Corona-Pandemie eine Zunahme der physischen und verbalen Aggressionen von Fahrgästen gegenüber dem Zugpersonal. Gefordert wurde in einer Aussendung die Intensivierung von Schutzmaßnahmen durch den Einsatz von mehr Personal in den Zügen sowie auf den Bahnsteigen. In die Pflicht genommen wurde auch die Politik. Im Rahmen der Bundesländer-Verkehrsdiensteverträge dürfe nicht länger auf Kosten der Sicherheit gespart werden.

(APA/Red)

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