Mesic verurteilt an Serben begangene Verbrechen

Kroatiens Präsident Stjepan "Stipe" Mesic hat die Gewalt gegen Serben am Ende des Kroatien-Kriegs verurteilt. Damals eroberte die kroatische Armee von Serben kontrolliertes kroatisches Gebiet.
Anlässlich des 14. Jahrestags der “Operation Sturm” (“Oluja”), bei der kroatische Armeeinheiten im August 1995 von Serben kontrolliertes kroatisches Gebiet zurückeroberten, sagte Mesic in einer Ansprache am Mittwoch, er verurteile “ohne zu zögern” alle während des Bürgerkriegs begangenen Verbrechen. Das gelte unabhängig davon, wer die Opfer und wer die Täter gewesen seien.

Die während der “Operation Sturm” an der serbischen Bevölkerung verübten Verbrechen müssten besonders verurteilt werden, weil sie einen Schatten auf den “gerechten und edlen” Kampf der Kroaten geworfen hätten, sagte Mesic in seiner vom Radio übertragenen Ansprache. Die Gedenkveranstaltung zum 14. Jahrestag der “Operation Sturm” wurde in der südkroatischen Stadt Knin abgehalten.

Mit der Anfang August 1995 gestarteten Militäroffensive endete die Besatzung der Krajina durch serbische Rebellen und sie beendete den 1991 begonnenen Kroatien-Krieg. Bis zu 200.000 Serben wurden bei der “Operation Sturm” vertrieben, mehr als 300 Zivilisten getötet. Serbische Flüchtlingsverbände gehen sogar von rund 1.900 Zivilisten aus, die ums Leben kamen. Über Tausend gelten nach Angaben des Dokumentationszentrums “Veritas” in Belgrad weiterhin als vermisst.

Seit März 2008 müssen sich wegen während der Operation verübter Kriegsverbrechen drei kroatische Ex-Generäle vor dem UNO-Tribunal für Ex-Jugoslawien in Den Haag verantworten. Etwa 20.000 Menschen kamen während des Kroatien-Kriegs ums Leben.

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