Mesic nimmt Kriegsverbrechern Orden weg

Der kroatische Präsident Stjepan Mesic hat acht rechtskräftig verurteilten Kriegsverbrechern alle Orden aberkannt, wie die Zeitung "Novi list" am Mittwoch berichtete.

Der Prominenteste unter ihnen ist der pensionierte General Mirko Norac, der im März 2003 in Rijeka wegen Kriegsverbrechen verurteilt worden war. Das Gericht machte den Ex-General, den Offizier Tihomir Oreskovic und weitere Komplizen für die Deportation und Ermordung von mindestens 50 serbischen Zivilisten in Gospic im Jahr 1991 verantwortlich.

Mesic aberkannte nun neben Norac auch Oreskovic sowie dem ebenfalls in den Fall Gospic involvierten Stjepan Grandic ihre Auszeichnungen. Weiters verloren vier Polizisten ihre Orden, die serbische Häftlinge im Militärgefängnis Lora in Split misshandelt hatten. Der Achte, Sinisa Rimac, war im Gegensatz dazu wegen Kriegsverbrechen in Pakracka Poljana, etwa 80 Kilometer östlich von Zagreb, verurteilt worden.

Insgesamt wurden den acht Männern 20 verschiedene Auszeichnungen aberkannt, davon allein Ex-General Norac sieben. Staatspräsident Mesic hatte bereits im März dem zu sieben Jahren Haft verurteilten Ex-General und Ex-Vizeverteidigungsminister Vladimir Zagorec, der zeitweise in Österreich lebte, acht Orden weggenommen.

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