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Melzer und Bammer in zweiter US-Open-Runde

Der erste Tag bei den mit 22,668 Mio. Dollar dotierten US Open in New York hatte es aus österreichischer Sicht schon in sich.
Zwei Fünfsatz-Matches bei den Herren, dadurch spielten Andreas Haider-Maurer, Jürgen Melzer und Sybille Bammer über eine längere Periode sogar gleichzeitig. Am Ende hieß es 2:1-Siege für Österreich. Melzer benötigte gegen Dmitrij Tursunow (RUS) nach 2:0-Satzführung doch noch fünf Sätze, kam aber ebenso weiter wie Sybille Bammer gegen Zuzana Ondraskova (CZE).

Eine Niederlage, die ihm dennoch viel Auftrieb geben wird, hatte Haider-Maurer bei seinem Grand-Slam-Debüt erlitten. Der 23-jährige Niederösterreicher forderte den als Nummer 5 gesetzten, zweifachen French-Open-Finalisten Robin Söderling bis zum letzten, egalisierte nach Abwehr von vier Matchbällen im dritten Satz einen 0:2-Satzrückstand und musste vor 6.000 Zuschauern erst nach 3:52 Stunden als 5:7,3:6,7:6(2),7:5,4:6-Verlierer vom Platz gehen.

Der als Nummer 13 gesetzte Melzer erwischte hingegen nicht seinen besten Tag, gab gegen den nach einer Verletzung auf Platz 481 zurückgefallenen Tursunow – ähnlich wie Söderling gegen Haider-Maurer – gar eine 2:0-Satzführung aus der Hand. Für Melzer geht es nun am Mittwoch gegen den litauischen Qualifikanten Ricardas Berankis, Bammer trifft auf die als Nummer 12 gesetzte Russin Jelena Dementjewa.

“Ich habe mich nicht wohl gefühlt, bin nie richtig ins Spiel gekommen. Was ich seitdem ich hier bin suche, ist der Aufschlag, und ich finde ihn nicht wirklich. Irgendwann trifft es auch dein Spiel von hinten”, gestand Melzer, der es gar nicht mag, bei großer Hitze spielen zu müssen. Dank seiner enormen Steigerung in diesem Jahr hat er sich aber vor dem fünften Satz gesagt, er muss die Partie “irgendwie – wurscht wie” gewinnen. Der erhoffte gute Start in den fünften Satz gelang ihm mit einer 2:0-Führung, dank eines weiteren Breaks war der Einzug in die Runde der besten 64 bald Realität.

Gegen Berankis hat er bisher noch nie gespielt, Melzer hat sich aber informiert. “Er ist nicht groß gewachsen, spielt sehr an der Linie und am stärksten in seiner Höhe. Seine Rückhand ist besser als die Vorhand”, so Melzer. Eine litauische Journalistin fragte ihn, ob Berankis eine Chance gegen ihn haben werde. “Jeder hat eine Chance, aber natürlich ist er nicht der Favorit.”

Eine gewisse Müdigkeit nach dem langen und erfolgreichen Jahr wollte Melzer nicht bestätigen. “Klar ist die Saison schon lang, aber bei einem Grand Slam muss dir das egal sein. Je älter man wird, umso wichtiger werden die Grand Slams, das sind die Turniere, die zählen”, stellte Melzer fest.

Österreichs Nummer 1 und Nummer 15 der Welt zollte auch Haider-Maurer für dessen Major-Debüt Respekt. “Als ich auf den Platz gegangen bin, stand es 2:0-Sätze für Söderling.” Als ihm danach jemand erzählte, dass es in fünf Sätzen für den Schweden endete, wollte er das zunächst gar nicht glauben. “Toll, eine tolle Leistung. Er hat ein Spiel, – wenn er seine sieben Sachen beisammen hat -, dann ist er sehr gefährlich.” Ob es nicht schade sei, dass in Sachen Davis Cup von Gilbert Schaller schon die Nominierung (ohne Haider-Maurer – Anm.) für den Israel-Trip ausgesprochen ist? “Das ist dem Schilli seine Sache. Aber wenn er den jetzt geschlagen hätte, hätte er ein Problem gehabt.”

Haider-Maurer hat jedenfalls gezeigt, dass man vielleicht in Zukunft auf ihn bauen kann. Eine ausgezeichnete Leistung mit u.a. 34 Assen (!) und nur fünf Punkten weniger als die Nummer 5 der Welt brachte ihm viel Selbstvertrauen. “Das Positive ist, dass man sieht, ich kann mit solchen Leuten voll mitspielen. Von dem her ist es schon ein Riesenerfolg für mich, aber es wurmt trotzdem, weil die Sensation war zum Greifen nahe.”

Besonders erfreut war Haider-Maurer, dass er nach dem 0:2-Satzrückstand nicht aufgesteckt hat. “Da bin ich sicher stolz drauf, dass ich nach zwei Sätzen, obwohl ich hinten war, auf einmal wesentlich besser serviert habe.” Haider-Maurer wollte schon am Dienstag nach seinem ersten, sehr erfolgreichen Trip überhaupt in die USA wieder nach Österreich zurückkehren. Geplant ist nun wieder die Rückkehr auf Challenger-Ebene, wo er in Rumänien und Italien wieder auf Sand zurückkehrt. Soferne er nicht doch noch für den Davis Cup zum Thema wird.

Bei den Damen war vom ÖTV-Trio am Montag nur Sybille Bammer im Einsatz. Die 30-jährige Oberösterreicherin hatte vor allem im ersten Satz viel Mühe mit der Tschechin Ondraskova. “Es war sehr schwierig. Sie ist mit einer guten Taktik auf den Platz gegangen und hat von Beginn an hohe Spinbälle gespielt. Ich habe keinen einzigen normal flachen Ball zu spielen gekriegt”, schilderte Bammer die Schwierigkeiten vor allem im ersten Satz mit der Tschechin. “Ich bin froh, dass ich weitergekommen bin”, sagte Bammer, die in der Hitze in Flushing Meadows einen Vorteil für sich sah.

“Bei 4:5 hat sie auf den Satz serviert, aber ich habe geduldig weiter gespielt”, beschrieb Bammer die brenzlige Situation im ersten Satz, den sie dann noch in ein 7:5 verwandelte. Gegen die nächste Gegnerin, Jelena Dementjewa, wird sie sich aber steigern müssen, das weiß auch Bammer. “Ich bin großer Außenseiter, kann locker drauf los spielen”, meinte Bammer. “Ich muss mich gegenüber heute schon steigern, aber ich bin ein Typ, der sich mit dem Gegner steigern kann”, hofft Bammer, die wie Melzer wieder am Mittwoch auf den Court muss.

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