Melzer nach Sieg über Djokovic im Paris-Halbfinale

Fünfsatzsieg gegen Weltranglisten-Dritten Djokovic
Fünfsatzsieg gegen Weltranglisten-Dritten Djokovic ©APA (epa)
Jürgen Melzer steht sensationell erstmals im Halbfinale eines Tennis-Grand-Slam-Turniers. Der Vorstoß unter die letzten vier der French Open in Paris gelang dem 29-Jährigen dank eines Fünfsatzsieges gegen den als Nummer drei gesetzten Serben Novak Djokovic. Melzer, die Nummer 22, drehte das Match nach einem Zweisatz-Rückstand und setzte sich nach 4:15 Stunden mit 3:6,2:6,6:2,7:6(3),6:4 durch.
So jubelte Jürgen Melzer
Im Halbfinale wartet Nadal

Der ÖTV-Daviscupper trifft nun am Freitag auf den vierfachen Sieger und als Nummer zwei gesetzten Rafael Nadal. Es ist seine dritte Begegnung mit dem Spanier, der mit seinem fünften Titelgewinn in Roland Garros wieder an die erste Stelle der Weltrangliste vorrücken würde. Die bisherigen Duelle mit Melzer hat der 24-jährige Mallorquiner 2008 bei den Sommerspielen in Peking (Viertelfinale 6:0,6:4) und 2009 in Madrid (3. Runde 6:3,6:1) jeweils glatt gewonnen. Er ist heuer in Paris ohne Satzverlust ins Semifinale eingezogen und freilich klarer Favorit gegen Melzer.

Der Niederösterreicher schaffte im dritten Duell den ersten Erfolg über einen seiner Vorgänger als Wien-Sieger und durfte auch über den zweiten Sieg über einen Top-3-Spieler jubeln. Der erste war 2002 in Wien gegen den Deutschen Tommy Haas (damals Weltranglisten-Zweiter) gelungen. Melzer ist es erstmals in seiner Karriere gelungen, einen 0:2-Satzrückstand noch in einen Sieg zu verwandeln.

Der Deutsch-Wagramer ist erst der zweite Österreicher, der im Einzel diese Phase in einem Major-Turnier erreicht hat. Zuvor war dies nur Thomas Muster gelungen und zwar vier Mal: Bei den Australian Open 1989 und 1997 sowie den French Open 1990 und 1995. Vor 15 Jahren gewann Muster in Paris danach auch das Turnier.

Melzer sicherte sich damit nicht weniger als 280.000 Euro, also seinen bisher wertvollsten Preisgeld-Scheck, sowie 720 ATP-Punkte für die Weltrangliste, in der er nun klar in die besten 20 eindringen wird. Die Top 20 hatte er als fünfter männlicher ÖTV-Spieler nach Muster, Gilbert Schaller, Horst Skoff und Stefan Koubek schon vor dem Viertelfinale laut ATP sicher gehabt.

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