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Mehrheit gegen Bürgerwehr

Mehr als die Hälfte aller Österreicher halten eine Bürgerwehr nach Grazer Vorbild für wenig oder gar nicht sinnvoll. Nur sieben Prozent halten das Projekt für "sehr sinnvoll".

In einer in der Tageszeitung „Der Standard“ veröffentlichten Umfrage des Linzer market-Instituts meinten aber immerhin sieben von zehn Befragten, dass die Polizei Bürgerwehr-Hinweisen nachgehen solle.

Im Detail ergab die österreichweit repräsentative Umfrage (407 Befragte), dass nur sieben Prozent der Österreicherinnen und Österreicher das in Graz von der FPÖ gestartete Bürgerwehr-Projekt für „sehr sinnvoll“ halten, weitere 30 Prozent bewerten es mit „teilweise sinnvoll“. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hält es für weniger (22 Prozent) oder gar nicht (29 Prozent) sinnvoll.

Die für den Standard durchgeführte Umfrage belegt außerdem, dass ein Großteil der Österreicherinnen und Österreicher gar nicht den Eindruck hat, dass es in ihrem Land unsicher ist. Auf die Frage, ob sich die öffentliche Sicherheit in Österreich in den letzten vier Jahren verbessert oder verschlechtert habe, gab es von je einem Viertel der Befragten Zustimmung bzw. Ablehnung, für jeden zweiten Befragten hat sich nichts verändert. In der eigenen Wohn- und Arbeitsumgebung fühlte man sich tendenziell sicherer als vor vier Jahren. Hohe Zustimmung hat das Projekt Bürgerwehr vor allem bei den bekennenden FPÖ-Wählern.

Frei nach dem Motto „Hilft’s nicht, schadet’s nicht“ meinen drei Viertel der Befragten, dass die Polizei Hinweisen der Bürgerwehr nachgehen sollte. Andererseits sagen 43 Prozent, dass „das Fotografieren und Filmen der Bürgerwehr eine Belästigung darstellt“. Was die konkreten Tätigkeitsbereiche der Bürgerwehr angeht, glaubt eine Mehrheit, dass der Schutz der Kinder und die Unterbindung von Trinkgelagen in öffentlichen Parks Einsatzgebiete wäre. Auch eine Stärkung der Zivilcourage wird erwartet. Gerade bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität, dem Hauptzielgebiet der Grazer Bürgerwehr, wird wenig auf die „Hilfe“ der Bürgerwehr gesetzt.

Im Hinblick auf die Frage, wie die Exekutive auf die Bürgerwehr reagieren sollte, vertreten immerhin zwei Drittel der Befragten die Ansicht, dass sie zusammenarbeiten und angezeigten Verdachtsfällen nachgehen sollte.

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