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Mehr Sicherheit auf der Zellgasse

Nach der ersten Verbesserungsmaßnahme wird die Situation an der Zellgasse/Bahngasse erneut besprochen.
Nach der ersten Verbesserungsmaßnahme wird die Situation an der Zellgasse/Bahngasse erneut besprochen. ©Edith Rhomberg
Erste Maßnahme soll die Querung für Radler und Fußgänger erleichtern.
Zellgasse-Bahngasse

Lustenau. Die Zellgasse ist keine idyllische Landstraße in freier Natur mehr, sondern eine stark frequentierte Route mitten durch ein Wohngebiet. Auf die prekäre Situation für Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Fußgänger und Radfahrer im Bereich Bahngasse bis Bruggerwiesen wird in der VN-Heimat seit 2017 in regelmäßigen Abständen berichtet. Schüler und Erwachsene, darunter Eltern mit Kindern und Kiki-Anhängern, sind Betroffene. In den Fokus geraten ist der Straßenabschnitt zusätzlich seit dem Neubau der Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof Lustenau und durch den Verlauf der Landesradroute entlang der Bahngasse.

Land setzte erste Verbesserungsmaßnahme um

Anlässlich der Begehung mit Anrainern letzten Mittwoch freute sich Manfred Hagen, Verkehrssprecher der Lustenauer Grünen, darüber, dass inzwischen eine von mehreren vorgesehenen Maßnahmen von Seiten des Landes ausgeführt wurde. „Für eine erweiterte Sicht beim Einbiegen oder Queren wurde die Haltelinie von der Bahngasse um mehrere Meter in die Zellgasse verschoben. Durch Poller wurde die Zufahrt zur Abbiegespur in Richtung Ampelkreuzung Hagstraße abgesichert“, beschreibt Hagen die geänderte Situation.

Auf Anfrage teilt Johannes Zangerl, Tiefbauleiter der Gemeinde Lustenau, mit, dass nach der Umsetzung eines ersten Schrittes weitere Planungen seitens des Landes zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bestehen. Er weist darauf hin, dass es sich um eine Landesstraße handelt. Temporeduktion (Bezirkshauptmannschaft wurde angefragt), zusätzliche Markierungen, Querungshilfen oder die Änderung der Straßenführung – wie bereits im Juli 2018 angesprochen – seien geplant. Anrainerinnen, darunter Brigitte Kopf , bringen indes vor Ort ihre Ideen ein – eine 40-er Beschränkung, eine Blinkampel oder eine Auframpung vor den vorhandenen Zebrastreifen – gehören dazu. Dem schließt sich Sonja Vogel an mit dem zusätzlichen Wunsch, man möge nicht nur reden, sondern Taten folgen lassen.

Von Seiten des Landes Vorarlberg informiert Arno Schwärzler, Fachbereichsleiter Abteilung Straßenbau, über die Komplexität der Anforderungen, wenn die Interessen der Anrainer und der Verkehrsteilnehmer inklusive Busse zu vereinen sind. Er verweist darauf, dass mehrere Behörden (Land Vorarlberg, BH Dornbirn und teilweise die Gemeinde Lustenau) mit ihren rechtlichen Rahmenbedingungen und Amtswegen involviert sind. Verschiedene Varianten für die Verbesserung der Sicherheit seien geplant und liegen vor. Dazu äußert Manfred Hagen sein Anliegen: „Ich hoffe, dass durch die effektive Zusammenarbeit der Beteiligten möglichst rasch weitere Verbesserungen umgesetzt werden.“

Was sagen Sie zur Verkehrssituation an der Zellgasse und Bahngasse?

„Es darf nicht erst etwas passieren, bevor für mehr Sicherheit gesorgt wird. Entlang des Hofermarktes fehlt ein Stück Gehsteig. Der Zebrastreifen führt ins Gras. In der Seitenstraße gegenüber endet der Gehsteig an einer unübersichtlichen Stelle.
Marisa Bargon, Bahngasse, mit Tochter Alissa, 13

„Besonders das Queren der Zellgasse mit Kindern und für die Schüler ist gefährlich. Die Autos fahren zu schnell. Ich bin für die Herabsetzung der Geschwindigkeit und das Anbringen einer bedarfsorientieren Ampel.“
Eva-Maria Resch, Bahngasse

„Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit. Die Situation entlang der Zellgasse ist bei allen drei Zebrastreifen von Bruggerwiesen bis zur Bahngasse gefährlich. Die Autofahrer sind zu schnell unterwegs.“
Karin Hämmerle mit Anna Rosa, 8, Bruggerwiesen

„Ich möchte, dass es allen Kindern gut geht.“
Leo Überbacher, 5
„Auf dem Weg in den Kindergarten sieht Leo, dass viele Autofahrer nicht stehen bleiben, ergänzt seine Mama Martina Überbacher. Die Verkehrssicherheit muss Priorität haben.“

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