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Mehr Engagement für Migrantinnen erwünscht

Die Frauenberatungsstellen wünschen sich neben einer Aufstockung ihres Budgets auch einen separaten Rechtsanspruch auf Aufenthaltstitel für Migrantinnen, um die Abhängigkeit von deren Männern zu beenden, sowie deren sofortigen Zugang zum Arbeitsmarkt.

Die Frauenberatungssstellen wünschen sich von der neuen Regierung die Reparatur “zahlreicher Baustellen”. Das erklärten die Vertreterinnen von acht Frauenberatungseinrichtungen auf einer Pressekonferenz am Mittwoch anlässlich verschiedener Jubiläen ihres jeweiligen Bestehens.

Maria Rösslhumer vom Verein Autonome Frauenhäuser warnte vor den zunehmend merkbaren Auswirkungen der “neoliberalen Politik” der vergangenen Jahre. Diese habe insbesondere zu Verschlechterung der Situation von Frauen am Arbeitsmarkt beigetragen, die Armut und damit zusammenhängende Gewalt gegen Frauen sei gestiegen, meinte sie. Sie hofft daher, dass der im Regierungsprogramm festgehaltene “Nationale Aktionsplan für Frauen” diese Problematik “sichtbarer macht”, wie sie erläuterte. Auch auf eine verstärkte Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Politikern hoffen die Frauenvertreterinnen.

Weitere Forderungen der Frauenberatungsstellen: Die Schaffung einer eigenen Schutzeinrichtung für FGM (Genitalverstümmelung)-Opfer sowie Langzeitbetreuung für von Zwangheirat Betroffene. Muttersprachliche Psychotherapieangebote für Zuwanderinnen, Krankenkassenverträge für NGOs und der Wunsch nach mehr Migrantinnen im medizinischen Dienst finden sich ebenfalls auf der Liste.

Zu den jubiläumsfeiernden Organisationen zählen unter anderem die Frauen-&Familienberatungsstelle Kassandra, Mödling (20 Jahre), die Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel Lefö, Wien (10 Jahre), die Frauenhelpline gegen Männergewalt, Wien (10 Jahre) sowie die Mädchenberatungsstelle Sprungbrett Wien (20 Jahre).

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