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Medizinische Ausbildung: Zwischen Absolventen und Ärzten "riesige Lücke"

Österreich könnte künftig der Ärztemangel drohen.
Österreich könnte künftig der Ärztemangel drohen. ©APA/Sujet
Offenbar zieht es nach wie vor zahlreiche heimische Jungmediziner ins Ausland: Zwischen der jährlichen Zahl der Medizin-Absolventen an der Medizin-Uni Wien und der Zahl der Eintragungen in die Ärzteliste klafft "eine riesige Lücke" von rund einem Drittel.

Das zeige eine kurz vor dem Abschluss stehende Studie, so der scheidende Rektor der Medizin-Uni, Wolfgang Schütz, am Mittwochabend vor Journalisten.

“Natürlich war Medizin immer auch ein Bildungsstudium für einige – aber ein Drittel ist enorm”, meinte Schütz. Man vermute, dass die Jung-Mediziner aufgrund der Turnus-Situation ins Ausland gehen. “Das wäre auch nicht so schlimm, wenn sie nach der Facharztausbildung wieder nach Österreich zurückkommen.”

Ärztemangel in den kommenden Jahren befürchtet

Es sei derzeit aber noch zu früh, das zu sagen. So könne es sein, dass es statt der noch vor einigen Jahren befürchteten Ärzteschwemme zu einem Mangel käme.

“Und dass es umgekehrt funktioniert, da ist die Ärztekammer davor”, meinte Schütz. Selbst in der EU ausgebildete Ärzte würden hierzulande kaum sofort in die Ärzteliste eingetragen.

>> Mehr zum Thema: Ärztekammer befürchtet zukünftigen Mangel an Turnusärzten in Wien.

(APA/Red.)

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