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Measure Of A Man - Kritik und Trailer zum Film

So ziemlich jeder kennt ihn: Diesen einen Sommer, der das Leben verändert hat. Meist unverhofft, sind es oft diese paar Wochen, an die man sich immer erinnern wird. Der pummelige Außenseiter Bobby (Blake Cooper, "Maze Runner") lernt durch seinen Ferienjob bei Dr. Kahn (Donald Sutherland, "Die Tribute von Panem"), dass er sein Leben selbst in die Hand nehmen kann und muss.

So ziemlich jeder kennt ihn: Diesen einen Sommer, der das Leben verändert hat. Auch wenn sich Robert "Bobby" Marks das zu Beginn von "Measure of a Man" nicht vorstellen kann, war es für ihn der Juli 1976 am Rumson Lake. Ab Freitag im Kino.

Measure Of A Man: Kurzinhalt zum Film

Wie viele amerikanische Großstädter sucht Familie Marks eine Sommerauszeit in der Natur. Bobbys Eltern hoffen auf Entspannung, seine Schwester dagegen hat Partys und Jungs für sich entdeckt. Nur für den pummeligen Außenseite Bobby (Blake Cooper, "Maze Runner") sind die heißen Monate eine Qual: "Ich habe die Sommerferien immer gehasst."

Das stimmt nur halb, denn er wird Joanie Williams (Danielle Rose Russell) wiedersehen. Mit ihr redet er über alles - außer ihre große Nase und den Umfang seines Bauches. Wegen ihrer Körper fühlen sich beide nirgendwo zugehörig und sind Opfer von Mobbing. Das fehlende Selbstbewusstsein ist auch das Resultat der ständigen Bevormundungen durch Bobbys Vater Marty: "Du gehst ins Camp, Mister. Und wenn du keins aussuchst, mache ich das. Okay?"

Dass der Teenager sein Leben selbst in die Hand nehmen kann und muss, lernt er erst durch seinen Ferienjob bei Dr. Kahn (Donald Sutherland, "Die Tribute von Panem"). Denn er ist es, der dem Buben mit seiner launischen Art Disziplin und Selbstvertrauen lehrt - und fast zum Ersatzvater wird. So vertraut sich Bobby dann auch Kahn und nicht seinen Eltern an, nachdem ihn einige Jungs übel aufgemischt haben. Die haben ihre eigenen Probleme.

Measure Of A Man - Die Kritik

Mobbing, Body-Shaming, fehlendes Selbstbewusstsein, streitende Eltern und das Erwachsenwerden: Der auf Robert Lipsytes Jugendroman "One Fat Summer" aus dem Jahr 1970 basierende Film "Measure of a Man" thematisiert wahrlich keine neuen Probleme von Jugendlichen. Die Geschichte wirkt durch die vielen Baustellen in Bobbys Leben oft überladen. Da hilft es nicht, dass Drehbuchautor David Scearce und Regisseur Jim Loach einige Handlungen wie Homosexualität, die ersten sexuellen Erfahrungen von Bobbys Schwester Michelle oder seine eigenen mit Alkohol nur anreißen, um auf weitere Problemfelder hinzuweisen. Auch etwa ein auffälliger Schwenk auf Kahns KZ-Tätowierung, um dessen hartes Leben zu symbolisieren, wirkt unpassend und gleichzeitig einfallslos.

Wie bereits in den Science-Fiction-Filmen "Maze Runner" spielt Blake Cooper gekonnt den schüchternen, liebenswerten Buben. Mit seiner hilflosen Art wirkt Außenseiter Bobby authentisch. Warum Donald Sutherland dagegen nur mit wirklich enttäuschend wenigen Worten auskommen muss, ist unklar. Es hätte dem Film gut getan, die Beziehung zwischen Bobby und Kahn intensiver darzustellen. Generell fehlen dem Drama markante Dialoge, kluge Witze oder sonstige erinnerungswerte Szenen. "Measures of a Man" erzählt unaufgeregt und ehrlich die Geschichte von Robert Marks - im Gegensatz zum Sommer des Lebens wird dieser Film wohl nicht lange im Gedächtnis bleiben.

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(APA/Red)

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