Mattersburg will Heimserie prolongieren

Der SV Mattersburg will am Samstag (18.00 Uhr/live Premiere) gegen Sturm Graz  zum zwölften Mal in Serie im Pappelstadion ungeschlagen bleiben.

Für beide Teams geht es noch um einen Europacup-Platz (Top-4), die Burgenländer liegen vier Zähler hinter den viertplatzierten Grazern auf Rang sechs. Die Bundesliga-Gesamtbilanz im direkten Duell (6 Siege/7 Remis/6 Niederlagen) verspricht eine spannende Partie.

Die vergangenen Aufeinandertreffen waren meist ausgeglichen, deshalb erwartet auch Mattersburg-Coach Franz Lederer eine interessante Partie, wie er erklärte: “Beide Teams sind von der Philosophie her ähnlich, offensiv ausgerichtet. Sturm muss schauen zu punkten, wir wollen aber auch gewinnen”. Mit der Tabellenkonstellation beschäftigt sich der 44-Jährige nicht wirklich. “Wir wollen so viele Punkte wie möglich machen und werden dann schauen, was unter dem Strich herauskommt.”

Die bis dato letzte und auch einzige Saisonheimniederlage kassierten die Burgenländer, die sich zuletzt auswärts von Ried torlos trennten, am 19. August 2007 (0:1 gegen die Austria). “Daheim, in der gewohnten Umgebung, fühlen sich einige Spieler wohler. Da haben sie das Bewusstsein eine Partie drehen oder in der 90. Minute noch entscheiden zu können”, sagte Lederer.

Bestes Beispiel dafür sei Stürmer Thomas Wagner. “Zu Hause spielt er, wie man es in Österreich selten sieht und auswärts ist er oft nicht wiederzuerkennen.” Erklärung für diese Entwicklung hat Lederer allerdings keine. “Aber Salzburg geht es ja auch so und Giovanni Trapattoni kann sich wahrscheinlich auch nicht erklären, warum das so ist”, merkte Lederer an.

Bei den Burgenländern kehrt Kapitän Dietmar Kühbauer nach seiner Sperre zurück, dafür sind mit Jancker, Mravac und Naumoski gleich drei Stützen angeschlagen. “Bei Jancker mache ich mir die wenigsten Sorgen”, hofft Lederer auf den Einsatz seines zwölffachen Saisontorschützen. Darüber hinaus wäre Lederer auch froh sowohl den Deutschen (Vertrag läuft aus), als auch Kühbauer (mögliches Karriereende) in der nächsten Saison weiter unter seinen Fittichen zu haben. “Nach Ostern werden wir mit den Gesprächen beginnen, noch ist bei beiden nichts fix”, betonte Lederer.

Die Grazer sind sich der schwierigen Ausgangslage durchaus bewusst. “Mattersburg ist athletisch und zweikampfstark”, meinte Coach Franco Foda. Seine Elf wolle aber den Aufwärtstrend mit zuletzt zwei Siegen in Serie auch im Pappelstadion, in dem es zuletzt am 29. Juli 2006 (4:1) einen “Dreier” gegeben hat, fortsetzen. “Wir werden viel riskieren und auf Sieg spielen”, verriet der Sturm-Coach.

Bis auf die noch verletzten Kreimer und Lindschinger steht dem Deutschen der gesamte Kader, darunter auch die zuletzt gesperrten Haas und Säumel, zur Verfügung. “Wir sind topp unterwegs, wollen unseren vierten Platz verteidigen und über 50 Punkte kommen”, gab Foda seine Zielsetzung für die ausstehenden sechs Runden preis. Den Meistertitel haben die sieben Zähler hinter Tabellenführer Red Bull Salzburg auf Rang vier liegenden Grazer schon abgeschrieben. “Den haben wir aber auch nie ins Auge gefasst”, stellte Foda klar.

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