Mateschitz über Vettel: "Eine Ausnahmepersönlichkeit"

Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz hält den Formel-1-WM-Titel durch Sebastian Vettel für das Größte, was sein Konzern im Sport bisher erreicht hat.

Dennoch soll es laut dem Milliardär künftig in dieser Tonart weitergehen. Man werde sich bemühen, Jungstar Vettel auch in den kommenden Jahren ein siegfähiges Auto hinzustellen, versprach Mateschitz, sonst eher medienscheu, beim großen Finale in Abu Dhabi.

Vettel kommt aus dem eigenen Junior-Programm, wird seit mehr als zehn Jahren von Red Bull unterstützt “Sebastian ist eine Ausnahmepersönlichkeit, das wissen wir schon lange”, erklärte Mateschitz. “Jetzt hat er es bewiesen. Die Weltmeisterschaften führen in den nächsten Jahren sicherlich über ihn, vorausgesetzt er sitzt im richtigen Auto.” Der RB6 war das richtige Auto, holte der 23-Jährige damit doch fünf GP-Siege und zehn Pole Positions.

Mateschitz hofft auf ein ähnliches Niveau auch in der kommenden Saison. “Wir werden uns bemühen, ihm dieses Auto zu geben. Wenn wir dazu nicht imstande sind, dann ist er frei, dorthin zu gehen, wo er wieder Weltmeister werden kann.” Vettels Vertrag bei Red Bull läuft zwar derzeit nur bis Ende 2011, birgt aber eine Option für 2012. Danach könnte sich der Jungstar nach Alternativen umsehen. Derzeit ist Red Bull aber ohnehin die beste Adresse.

Seit der Übernahme von Jaguar im Herbst 2004 sei alles sehr schnell gegangen, erinnerte Mateschitz. Davor war sein Konzern bereits zehn Jahre Gesellschafter und Hauptsponsor bei Sauber gewesen. “Dass wir Weltmeister sind oder (mit der Konstrukteurs-WM) sogar Doppel-Weltmeister, das ist nicht mehr zu toppen”, erklärte der Red-Bull-Besitzer, der jährlich mehr als 120 Millionen Euro in das Team investiert. “Da geht nichts mehr drüber.”

2010 sei eines der aufregendsten Jahre in der Geschichte der Königsklasse gewesen. “Es war ein Formel-1-Jahr, das an Spannungen und Diskussionen, die es brachte, lange nicht zu überbieten sein wird”, meinte Mateschitz. “Das ist gut und so soll es auch bleiben.” Selbst in der Entscheidung, nicht aktiv in den WM-Kampf zwischen seinen beiden Piloten Vettel und Mark Webber einzugreifen, sah sich der 66-jährige Steirer am Ende bestätigt.

Im Finish war Red Bull mehrmals nahegelegt worden, im WM-Kampf mit Ferrari-Star Fernando Alonso auf eines der beiden Pferde zu setzen. “Ich kann nicht aus meiner Haut heraus, so werden wir immer bleiben”, betonte Mateschitz. “Dafür hat es uns am Ende doppelt und dreifach gefreut. Das ist gut für den Sport, gut für unsere Philosophie.” Vettel ist der jüngste Weltmeister der Geschichte. “Er wird noch ein paar Mal Champion werden”, sagte Mateschitz.

Mitleid hatte der Konzernchef lediglich mit Webber, dessen WM-Traum mit Platz acht in Abu Dhabi geplatzt war. Der Australier musste seinem elf Jahre jüngeren Stallrivalen beim Feiern zusehen. “Mark hat das ganze Jahr eine fantastische Performance gebracht. Das darf man nicht vergessen”, betonte Mateschitz. “Nächstes Jahr ist ein neues Jahr. Er wird wieder von vorne angreifen. Er wird es Sebastian nicht leicht machen”, versprach der Red-Bull-Boss.

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