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Massiver Anstieg an Corona-Toten in Heimen seit Oktober

Mehr als die Hälfte aller Covid-Opfer in Alten- und Pflegeheimen seit Oktober verstorben.
Mehr als die Hälfte aller Covid-Opfer in Alten- und Pflegeheimen seit Oktober verstorben. ©dpa-Zentralbild/Patrick Pleul (Symbolbild)
Die Zahl der Corona-Toten in Alten- und Pflegeheimen explodiert. Mehr als die Hälfte der Covid-Opfer in Heimen (323 von 607) ist in den letzten 40 Tagen verstorben, wie aus einer Anfrage an Gesundheitsminister Anschober hervorgeht.

m Burgenland wurden überhaupt 100 Prozent der Corona-Toten in Heimen im Zeitraum vom 1. Oktober bis 12. November verzeichnet, in Niederösterreich waren es 91 Prozent und in Oberösterreich 82 Prozent, geht aus einer Anfrage der NEOS an Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hervor.

Zweite Coronawelle schlägt massiv in Pflege- und Altenheimen durch

Die zweite Coronavirus-Welle schlägt in den österreichischen Pflege- und Altenheimen mit deutlich mehr Wucht als die erste zu. Mehr als die Hälfte aller Covid-Opfer in Heimen (323 von 607) wurde alleine in den letzten 40 Tagen verzeichnet. Im Burgenland wurden überhaupt 100 Prozent der Corona-Toten in Heimen im Zeitraum vom 1. Oktober bis 12. November verzeichnet, in Niederösterreich waren es 91 Prozent und in Oberösterreich 82 Prozent.

Insgesamt waren mit Stand 12. November 38 Prozent (607 Tote) aller Corona-Opfer (1.608) in Alten- und Pflegeheimen zu beklagen, 323 davon alleine im Zeitraum vom 1. Oktober bis 12. November. Im Burgenland waren alle 15 Sterbefälle in Heimen auf die zweite Welle zurückzuführen. In niederösterreichischen Heimen starben 81 der 89 Corona-Toten (91 Prozent) seit Oktober, in Oberösterreich waren es 62 von 76 (82 Prozent).

Geringste Corona-Sterblichkeit in Heimen derzeit in Vorarlberg

Die geringste Corona-Sterblichkeit in Heimen hat derzeit Vorarlberg mit 27 Prozent (vier von insgesamt 15 Toten seit Beginn der Pandemie). In Tirol, Salzburg und der Steiermark liegt dieser Anteil zwischen 32 und 38 Prozent, in Wien sind es 43 Prozent (75 von 174 Toten). Der österreichweite Schnitt liegt demnach bei 53 Prozent. Einzig Kärnten hat bisher keine Corona-Toten in Heimen verzeichnet.

1.150 Corona-Verstorbene (Stichtag 12. November) waren über 75 Jahre, 520 davon in der Gruppe der 75- bis 84-Jährigen und 630 älter als 85. Inzwischen ist die Zahl der Corona-Toten gesamt auf 1.800 gestiegen. "Gerade in Alten- und Pflegeheimen, die Länderkompetenz sind, hätte man durch Schutzmaßnahmen viele Sterbefälle verhindern können. Hier haben aber leider viele Landeshauptleute überhaupt nichts getan", kritisierte NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker.

"Es ist zutiefst traurig, sehen zu müssen, wie viele Todesfälle in Pflegeheimen auf Corona-Infektionen zurückgehen. Es ist offensichtlich, dass mehr für Corona-Schutzmaßnahmen in den Pflegeheimen getan werden muss und das Geld, das die Bundesländer für Pflege bekommen, an klare Zielvorgaben und Qualitätskriterien geknüpft werden muss", forderte Loacker.

Pensionistenverband fordert 100-prozentige Testung in Heimen

Der SPÖ-Pensionistenverband hat eine 100-prozentige Testung in Pflege- und Seniorenheimen gefordert. "Wie sich jetzt zeigt, sind Alters- und Pflegeheimen leider in den letzten Wochen regelrecht zu Corona-Hotspots geworden, die besondere Maßnahmen erforderlich machen", erklärte Pensionistenverbands-Präsident Peter Kostelka zu den bekannt gewordenen Zahlen über Infektionen und Todesfällen in diesen Einrichtungen.

Der Pensionistenverband hat bereits im September und Oktober darauf gedrängt, die Schutzmaßnahmen für Senioren-, Wohn- und Pflegeheime massiv zu verstärken. Kostelka besteht angesichts der dramatischen Zahlen darauf, "dass man echte Sicherheit darüber bekommen muss, dass in ein Pflegeheim nur reinkommt, wer wirklich Corona-frei ist." Das bedeutet laut Pensionistenverband eine "100-prozentige Testung aller im Umfeld einer derartigen Einrichtung".

Das Besuchsmanagement muss laut Pensionistenverband "Corona-sicher" gestaltet werden. Hier gab es nach den Lockerungen im Frühsommer viele gute und sichere Maßnahmen in den Einrichtungen. Dabei geht es um Terminvereinbarungen, um strenge Hygienemaßnahmen, auch um eine effiziente Teststrategie für Besucher, um räumliche Maßnahmen sowie weitere Schutzvorkehrungen. "Totale Besuchsverbote sehe ich kritisch. Denn die psycho-sozialen Folgen sind ähnlich dramatisch wie die gesundheitlichen", so Kostelka.

(APA/Red)

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