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Massentests in NÖ: Bereits rund 360.000 Anmeldungen

An diesem Wochenende werden die Massentests in Niederösterreich durchgeführt.
An diesem Wochenende werden die Massentests in Niederösterreich durchgeführt. ©APA/EXPA/JOHANN GRODER
Für die freiwilligen Corona-Massentests am bevorstehenden Wochenende haben sich in Niederösterreich bis Donnerstagvormittag etwa 360.000 Personen angemeldet.

Bei 1,530.000 Berechtigten entspricht dies einer Quote von rund 23,5 Prozent. "Machen Sie mit, retten Sie Menschenleben", betonte LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) und gab damit einen erneuten Teilnahmeaufruf ab. Unterstützung bekam er dabei von zahlreichen Prominenten.

Online-Voranmeldung empfohlen, aber nicht nötig

Um an einer der etwa 1.000 Teststraßen im Bundesland untersucht zu werden, sei grundsätzlich keine Online-Voranmeldung unter www.testung.at notwendig, betonte Pernkopf - sie spare allerdings "Zeit vor Ort". Neben dem ÖVP-Politiker appellierten am Donnerstag auch zahlreiche bekannte Gesichter an die Niederösterreicher. So gaben etwa Ex-Fußballer Toni Pfeffer, Snowboard-Weltmeister Benjamin Karl oder Schauspielerin Kristina Sprenger ein Test-Bekenntnis ab.

Begleitet werden die Flächentests in Niederösterreich grundsätzlich von Infoschreiben der Gemeinden, in denen Berechtigten ein Zeitkorridor angeboten wird. In Krems kam es nun zu Problemen bei der Zustellung dieser Briefe, wie der Magistrat in einer Aussendung berichtete.

Verzögerung bei Zusendung von Info-Schreiben in Krems

Die Schriftstücke seien am vergangenen Freitag der Post zur Verteilung übergeben worden und würden voraussichtlich am (heutigen) Donnerstag zugestellt. "Wir bitten die Kremserinnen und Kremser um Geduld und Verständnis für Probleme, die außerhalb des Magistrats-Wirkungsbereich liegen", hieß es.

Die Verzögerungen bei der Zustellung hätten bei den Bürgern bereits zu Verunsicherungen geführt. Die Stadt beruhigte und hielt fest: "Bitte haben Sie Geduld und melden Sie sich zur Testung an, sobald Sie das Schreiben erhalten haben."

"Großmacht Feuerwehr" bei Massentests gefordert

Die Feuerwehren im Bundesland wollen maßgeblich zum logistischen und organisatorischen Gelingen der Corona-Massentests am Samstag und Sonntag in Niederösterreich beitragen. 6.000 Mitglieder werden nach Angaben des Landeskommandos vom Donnerstag im Einsatz stehen und damit für das personell größte Unterfangen seit dem Hochwasser an der Donau im Jahr 2013 sorgen. Landeskommandant Dietmar Fahrafellner sprach in diesem Zusammenhang von einer Großmacht.

Bereits im Vorfeld der Flächenuntersuchungen kam den Feuerwehren eine Schlüsselrolle zu. Am Stützpunkt des NÖ Landesverbandes wurden tagelang hunderte Lkw-Paletten mit medizinischer Schutzausrüstung für 1,2 Millionen Tests entladen, zu unzähligen Einzelpaketen verarbeitet und in die 573 Gemeinden transportiert.

Alleine in Klosterneuburg (Bezirk Tulln), der mit 30.000 Einwohnern drittgrößten Stadt Niederösterreichs, werden am Wochenende 250 Feuerwehrmitglieder gefordert sein - etwa die Hälfte des gesamten Mannschaftsstandes. Zur Testung stehen 17 Straßen an vier Standorten zur Verfügung.

Deutlich definiert sind die Aufgaben an den Teststraßen. Dazu zählen neben dem Ordnerdienst und dem Nachschub benötigter Materialien auch die technische Unterstützung sowie Auswertung und Dokumentation der Resultate. Jedes Feuerwehrmitglied wird zuvor selbst getestet, zudem muss Schutzausrüstung getragen werden.

"Die NÖ Feuerwehren sind eine Großmacht, wenn es darum geht, innerhalb kürzester Zeit hohe personelle und technische Schlagkraft zu beweisen", befand Fahrafellner. Nachsatz: "Das kann sonst niemand in Österreich."

Wachauer Antikörpertests gehen in dritte Runde

Bereits am (heutigen) Donnerstag und am (morgigen) Freitag gehen in Krems die Wachauer Antikörpertests in die dritte Runde. Aufgerufen sind rund 150 Personen, wie der ORF Niederösterreich berichtete. Alle Studienteilnehmer waren im Frühjahr an Covid-19 erkrankt. Nun soll erneut der aktuelle Immunitätsstatus überprüft werden.

32 positive PCR-Untersuchungen bei Schulpersonal

Nach den Massentestungen für das Personal an Schulen und Kindergärten am vergangenen Wochenende liegen in Niederösterreich nun auch die Resultate der PCR-Untersuchungen vor.

Bei 32 Personen wurde das positive Ergebnis des Antigentests bestätigt, berichtete ein Sprecher von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) am Donnerstag. Das Bundesheer hatte 54 positive Resultate bei insgesamt 25.965 Teilnehmern im Bundesland registriert.

(APA/Red)

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