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Massentests: Hacker pocht auf früheren Start in Wien

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker pochta uf frühere Massentests in Wien.
Gesundheitsstadtrat Peter Hacker pochta uf frühere Massentests in Wien. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Wien Gesundheitsstadtrat Peter Hacker verteidigt das Vorpreschen der Bundeshauptstadt bei den Corona-Massentests. "Warum soll für Wien etwas anderes gelten als für andere Bundesländer?", fragte er in der ORF-Sendung "Wien heute" am Donnerstag.
Massentests in Wien ab 2. Dezember
Heer über frühere Tests nicht informiert

Keineswegs drehe er den Spieß um, aber es sei Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gewesen, der in der "Pressestunde" die Tests unter Federführung des Bundesheers verkündet habe.

Corona-Massentests sollen in Wien am 2. Dezember starten

Man wolle am 2. Dezember starten und die Tests am 13. abschließen, bekräftigte Hacker. Die Argumentation der anderen Bundesländer, Menschen nicht gerade in der Weihnachtszeit in Quarantäne schicken zu wollen, sei nachvollziehbar. In Wien müsse man dafür so früh starten, denn Wien sei eine Zwei-Millionen-Stadt, und ähnliches sei noch nicht in dieser Dimension durchgeführt worden: "Das ist ein einmaliges Manöver."

Über Tanners Reaktion: "Überrascht können die Damen und Herren sicher nicht sein"

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) mit seiner Ankündigung überrumpelt zu haben, wies der rote Stadtrat zurück. Er habe am Mittwoch mit ihr, aber auch mit dem Militärkommandanten und anderen Zuständigen telefoniert. "Überrascht können die Damen und Herren sicher nicht sein", meinte er, möglicherweise habe Tanner aber die Zeit durcheinandergebracht.

Dass die Ministerin ihm dabei klarzumachen versucht haben soll, dass sich all das nicht ausgehen könne, wischte Hacker ebenso weg wie das Argument, dass das Online-Anmeldetool des Bundes noch gar nicht fertig sei. Der Zeitraum von 2. bis 13. Dezember sei "unser Planungsstand, der operationalisiert werden muss".

Dass die Tests nur an drei Standorten erfolgen sollen, liegt Hacker zufolge an den personellen Ressourcen. Der Gesundheitsstadtrat sagte, er könne nicht beantworten, ob - wie von Experten empfohlen - weitere Testungen erfolgen werden. Über die Sinnhaftigkeit der Massentests zu diskutieren, sei "vergossene Milch", betonte Hacker und verwies auf den entsprechenden Regierungsbeschluss.

(APA/red)

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