Massentests bei Schulpersonal in NÖ: Bislang knapp 20.000 Teilnehmer

Bis Sonntagabend ist die Teilnahme an den Massentests noch möglich.
Bis Sonntagabend ist die Teilnahme an den Massentests noch möglich. ©APA/HANS PUNZ
Das Bundesheer hat im Rahmen der Massentestungen des Personals von Schulen und Kindergärten in Niederösterreich am Samstag 19.335 Menschen auf das Coronavirus getestet.

36 Antigentests waren positiv, teilte das Bundesheer am Sonntag mit. Diese Ergebnisse müssen nun noch per PCR-Test bestätigt werden. Die restlichen der insgesamt etwa 36.000 Mitglieder des pädagogischen Personals im Bundesland können sich noch bis Sonntagabend, 19.00 Uhr, in einer der 29 Teststationen untersuchen lassen.

Sicherheitskonzepte für Rückkehr in Schulen vorgestellt

Niederösterreichs Schulen sehen sich für den Schulstart nach dem zweiten Lockdown am Montag gerüstet. Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) und Bildungsdirektor Johann Heuras kündigten am Sonntag neben einer "ausreichenden Anzahl an FFP2-Masken und Desinfektionsmittel" auch die Verteilung der Schüler auf zusätzliche Räume und "völlig neuartige Testkonzepte" an. So sollen in den kommenden Wochen auch Turnsäle für den Unterricht eingesetzt werden.

Etwaige Ausfälle aufgrund positiver Untersuchungsergebnisse im Rahmen der Massentestungen des Personals an Kindern und Kindergärten sollen mit "flexibler Handhabung der Ressourcen, Mehrdienstleistungen" und "im Fall der Fälle" mit einem Pool von 150 bis 200 Studenten abgefedert werden. Hierfür sicherte die Bildungsdirektion "laufende und unbürokratische" Unterstützung zu.

Die Landesrätin und der Bildungsdirektor riefen zudem die Eltern dazu auf, die Maskenpflicht ab der fünften Schulstufe mitzutragen. "Es ist klar, dass diese Maßnahme für die Kinder nicht angenehm und keineswegs optimal ist, aber die Gesundheit muss in den nächsten Wochen an erster Stelle stehen", hieß es in einer Aussendung. Insgesamt sollen im Bundesland über 135.000 Schüler wieder in ihre Klassenzimmer zurückkehren.

Massentests in Kärnten: 0,75 Prozent von 6.071 Personen positiv

Bei den Coronatests in Kärnten für Beschäftigte im Erziehungs- und Bildungsbereich - auf freiwilliger Basis - sind am Samstag bei rund 6.500 Anmeldungen 6.701 Personen getestet worden. Davon sind 0,75 Prozent positiv, 54 Personen. Insgesamt sind für Samstag und Sonntag rund 13.000 Testungen vorgesehen. Dies teilte Oberst Ralf Gigacher, Pressesprecher des Militärkommando Kärnten, am Samstagabend mit.

Die positiv Getesteten erhalten von vor Ort befindlichen Vertreter der Gesundheitsbehörden einen Absonderungsbescheid via Telefon oder E-Mail. In Kärnten sind acht Teststationen aufgebaut mit insgesamt 23 Teststraßen, alle in Bundesheer-Kasernen. Nicht alle Angemeldeten sind erschienen, was wohl an den schwierigen winterlichen Verhältnissen in Kärnten gelegen sein mochte.

Bei den Tests waren um die 450 Soldatinnen und Soldaten sowie Bedienstete für die Tätigkeiten eingebunden. Die Testungen erfolgten durchgehend von 8.00 Uhr, wobei die ersten bereits im Schnitt eine halbe Stunde früher vor Ort waren, bis 19.00 Uhr. Der erste Tag ist durchaus ruhig und geregelt sowie ohne Zwischenfälle abgelaufen. Am Sonntag sind alle Teststationen für das Bildungspersonal wieder durchgehend von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet, rund 2.260 Personen sind bereits angemeldet.

Prognose: 27.500 Teilnehmer bei Lehrer-Tests in OÖ

Das Bundesheer, das die Lehrer-Massentests in Oberösterreich abwickelt, erwartet, dass bis Sonntagabend rund 27.500 der 38.000 Beschäftigten aus dem Bildungsbereich getestet werden. Das IT-System, mit dem es bei der Anmeldung Probleme gegeben hatte, habe funktioniert, sagte der oberösterreichische Militärkommandant Dieter Muhr Sonntagnachmittag in einer Pressekonferenz in Linz. Bis 15.30 Uhr wurden 59 Infektionen festgestellt. Das entspricht einem Anteil von 0,27 Prozent.

Am Samstag hatten sich 13.898 Personen testen lassen, 37 (0,27 Prozent) waren positiv. Am Sonntag kamen bis 15.30 Uhr 7.123 Leute, 19 davon wurden positiv getestet (erneut 0,27 Prozent) - macht insgesamt 21.603 Personen und 56 Infizierte bis Sonntagnachmittag. Für die verbleibenden Stunden bis zum Abend seien wieder mehr Leute angemeldet, so Muhr. Die Prognose laute, dass man auf insgesamt rund 27.500 kommen werde. Das würde einer Quote von 68 Prozent entsprechen. Auf 72 Prozent sei die Kapazität angesetzt gewesen.

Insgesamt zog der Militärkommandant eine sehr positive Bilanz: Die Lehrer und Kindergartenpädagogen hätten sich von Problemen bei der Anmeldung "nicht abschrecken" lassen. Wer einen Termin hatte, sei auch erschienen, es sei alles sehr diszipliniert abgelaufen. Positiv war auch, dass das IT-System gehalten habe. Denn dieses garantiere, dass die Testpersonen mittels eines Links automatisch über ihr Ergebnis verständigt werden. Hätte es versagt, hätte man nachtelefonieren müssen, was einen hohen Aufwand bedeutet hätte. Insgesamt hätte man auch mehr Zulauf bewältigt - immer unter der Voraussetzung dass das Computersystem mitspielt.

Da das Anmeldesystem aufgrund einer IT-Panne im Vorfeld vorübergehend nicht nur für Personal aus dem Bildungsbereich, sondern für alle offen war, weiß man nicht genau, ob alle Getesteten wirklich zur Zielgruppe gehört haben. Man gehe aber davon aus, dass es sich großteils um Schul- und Kindergartenpersonal gehandelt habe, so Muhr.

(APA/Red)

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