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Masernfall legt Busverkehr in Klagenfurt komplett lahm

Sämtliche Lenker werden nun in Sachen Impfstatus überprüft.
Sämtliche Lenker werden nun in Sachen Impfstatus überprüft. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Da ein Busfahrer in Klagenfurt an Masern erkrankt ist, vor dem Ausbruch der Krankheit aber noch im Dienst war, könnte er nun Kollegen und Fahrgäste angesteckt haben. Der Busverkehr  im Stadtgebiet wurde komplett eingestellt.

Die Masern haben am Mittwoch den öffentlichen Verkehr in Klagenfurt lahmgelegt. Das Magistrat verfügte angesichts eines erkrankten Busfahrers und eines weiteren Verdachtsfalls in der Belegschaft den Stopp für alle Stadtwerke-Busse.

Klagenfurter Busverkehr wegen Masernfalls eingestellt

Am Nachmittag wurde der Impfstatus aller Lenker überprüft, die Busse wurden desinfiziert. Ein eingeschränkter Betrieb sollte bis 16.30 Uhr wieder anlaufen. “Wir werden mit eingeschränktem Verkehr auf den wichtigsten Linien wieder anfangen”, sagte Stadtwerke-Prokurist Gernot Weiss gegen 15.40 Uhr auf APA-Anfrage. Die Desinfektion der Busse war zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen.

Unterdessen hatte sich ein Masern-Verdachtsfall in Ferlach (Bezirk Klagenfurt-Land) bestätigt, wie aus dem Büro von Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) zu erfahren war. Eine Mitarbeiterin des dortigen Eurospar Supermarkts hatte dort während der infektiösen Periode von 3. bis 6. April Dienst getan. Der Verdachtsfall bei einem vierjährigen Klagenfurter Kind wurde noch geprüft.

Bis Anfang April bereits 60 gemeldete Fälle in Österreich

Bis 3. April hat es in Österreich heuer bereits 60 Masern-Fälle gegeben. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2018 waren es österreichweit insgesamt 77 Masern-Fallmeldungen gewesen, geht aus Daten der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) hervor. Im Vorjahr waren alle Bundesländer betroffen, zwölf Prozent der Fälle standen in Verbindung mit Gesundheitspersonal.

Bis zum vergangenen Mittwoch gab es heuer die meisten Erkrankungen mit 36 in der Steiermark. 15 Fälle waren es in Salzburg, vier in Tirol, zwei in Wien. Vorarlberg, Oberösterreich und Niederösterreich registrierten bis 3. April jeweils eine Erkrankung.

Masern-Impfstoff kostenlos erhältlich

Das Gesundheitsministerium rät dazu, dringend den eigenen Impfstatus zu kontrollieren. Ausreichender Schutz besteht nach zwei schriftlich bestätigten Impfungen gegen Masern-Mumps-Röteln oder wenn mittels Antikörperbestimmung nachgewiesen ist, dass ein ausreichender Schutz im Blut vorhanden ist.

Fehlende Impfungen können und sollen in jedem Lebensalter nachgeholt werden. Es handelt sich um einen Lebendimpfstoff, darum ist ein “überimpfen” nicht möglich. Der Impfstoff ist für Kinder und Erwachsene an öffentlichen Impfstellen sowie im Rahmen des Kinderimpfprogramms kostenfrei erhältlich.

(APA/Red)

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