Martin Graf ist "nicht glücklich, dass es den WKR-Ball nicht mehr gibt"

Über den Akademikerball ist Martin Graf "nicht glücklich".
Über den Akademikerball ist Martin Graf "nicht glücklich". ©APA
Ein "anderes Gesicht" habe die ehemals als WKR-Ball bezeichnete Veranstaltung des Akademikerballs bekommen, meint der dritte Nationalratspräsident Martin Graf. Und ist darüber "nicht glücklich", denn der WKR-Ball ist seiner Meinung nach "der schönste Ball, der in der Hofburg stattgefunden hat". Besuchen wird er den Akademikerball trotzdem.
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Kritik äußerte Martin Graf wie im vergangenen Jahr an den Gegnern des Balls, die aus der “linken bis linksextremen Szene” stammen würden. Der im vergangenen Jahr zum letzten Mal ausgerichtete Ball des Wiener Korporationsringes (WKR) ist für Graf nach wie vor “der schönste Ball, der in der Hofburg stattgefunden hat”. Aufgrund der heftigen Proteste sah sich die Betreibergesellschaft der Hofburg veranlasst, die Veranstaltung nicht mehr zuzulassen. Stattdessen sprang die FPÖ Wien ein und richtet nun am 1. Februar den “Akademikerball” aus.

Neue Gesichter beim Akademikerball

“Dass es aus politisch motivierten Gründen nicht mehr möglich ist, diesen Ball zu veranstalten, ist an sich traurig für ein westlich orientiertes, demokratisches Land”, bedauert Graf. “Es ist aber zur Kenntnis zu nehmen und immer zu hoffen, dass es einmal bessere Zeiten geben wird.” Der WKR-Ball habe ein “breites Publikum” auch aus dem Ausland angezogen, zudem sei er ein wirtschaftlicher Faktor gewesen.

Für Graf hat der Ball durch den neuen Veranstalter auch ein “anderes Gesicht” bekommen. Er erwartet viele Besucher, die auch schon zum WKR-Ball gekommen sind, wenn auch sicher nicht alle. Da es sich nun um eine Parteiveranstaltung handelt, würden aber auch viele neue Gesichter auftauchen.

Ball der Freiheitlichen in der Wiener Hofburg

Den Vorwurf, Rechtsextreme würden sich zudem in der Hofburg treffen, lässt der Dritte Nationalratspräsident nicht gelten. “Es ist letztlich der Ball der freiheitlichen Gesinnungsgemeinschaft und da darf man sich nicht wundern, dass sich dort freiheitlich gesinnte Menschen zu einem Ball treffen. Das ist so, als würde man sich wundern, dass am Kaffeesiederball Kaffeesieder sind.”

Die Proteste gegen den Ball bezeichnet Graf als politisches Mobbing mit Beteiligung eines “linksextremen Mobs”, der gegen alles mobil mache, was andersdenkend ist. “Traurig” ist er über die Teilnahme der Israelitischen Kultusgemeinde an den Gegenveranstaltungen, auch wenn diese nun nicht mehr der Anmelder ist. Zugleich setzt Graf Hoffnung in den neuen IKG-Präsidenten Oskar Deutsch, dass dieser weniger “parteipolitisch” agiere als dessen Vorgänger, Ariel Muzicant. (APA)

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