Marlies Schild holte in Courchevel 34. Slalom-Sieg

Starker erster Lauf der Salzburgerin
Starker erster Lauf der Salzburgerin
Marlies Schild hat sich "endlich" ihren 34. Slalom-Weltcupsieg geholt. Die 32-jährige Salzburgerin gewann am Dienstag erneut in Courchevel und fuhr sich damit auf eine Stufe mit Rekordhalterin Vreni Schneider. Das Rennen wurde zum größten Erfolg der ÖSV-Damen seit rund 20 Jahren. Schilds Schwester Bernadette wurde Dritte, insgesamt kamen gleich sieben Österreicherinnen in die Top 13.


Frankreich-Slaloms sind seit Jahren eine Domäne von Schild, und die Salzburgerin nahm dieses gute Gefühl diesmal auch mit in die über 2.000 m hohe Skistation Courchevel. Der hängende Hang und die eckigen Kurse kamen ihr, aber auch ihren Teamkollegein sehr entgegen, was sich schon zur Halbzeit abzeichnete. Da führte Schilds Schwester Bernadette vor der Schwedin Frida Hansdotter und Marlies Schild, unter den ersten sechs schienen nur Österreicherinnen (4) und Schwedinnen (2) auf.

In der Entscheidung war Marlies Schild dann aber nicht mehr zu halten. Sie legte eine derart klare Bestzeit hin, dass am Ende nur noch – ausgerechnet – ihre Schwester den ersten Triumph seit 22 Monaten verhindern hätte können. Doch die “Kleine” begnügte sich mit 21. Laufzeit und Platz drei. Erstmals standen damit trotzdem beide Schild-Schwestern auf einem Weltcup-Podest.

Marlies Schild sorgte damit im elften Rennen des Olympiawinters auch für den ersten Saisonsieg der ÖSV-Damen und den ersten Slalomsieg seit mehr als einem Jahr. “Ich habe mir gedacht, jetzt fahr’ ich mal richtig locker und entspannt. Ich habe dann aber nur abgeschalten und gemacht, was ich meistens mache”, schilderte sie ihren zweiten Lauf, der im Ski-Himmel endete.

Damit ist auch die ewig lange Warterei auf den 34. Slalomsieg endlich zu Ende: “Natürlich war es zeitweise anstrengend”, gab Schild zu. “Zum Schluss habe ich mir gedacht, wenn es passiert, dann passiert’s. Ich bin überglücklich und stolz, dass ich mit Vreni habe gleichziehen können.”

“Ich war natürlich nervös. Schon bei der ersten Zwischenzeit habe ich gedacht, das wird nichts mehr”, gestand die um neun Jahre jüngere Bernadette Schild. “Geschenkt” worden sei aber gar nichts. “Ich war mir bewusst, dass Marlies die Routine hat, dass sie noch zulegt, ich aber noch nicht. Beide am Podest haben wir uns schon lange gewünscht. Man hat gesehen, wir schenken uns beide nichts. Und die Schnellere soll vorne sein.”

Das Rennen brachte auch einige Ausfälle, darunter einige fatale. Riesentorlauf-Weltmeisterin Tessa Worley aus Frankreich stürzte ebenso wie die Deutsche Susanne Riesch, bei beiden bestand der Verdacht auf schwerere Knieverletzungen.

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