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Mariahilfer Straße: Vassilakou sieht Erfolg, Opposition gescheitertes Projekt

Am Mittwoch wurden die Zahlen ver Verkehrszählung der Mariahilfer Straße präsentiert.
Am Mittwoch wurden die Zahlen ver Verkehrszählung der Mariahilfer Straße präsentiert. ©EPA
Am Mittwoch wurde das Ergebnis der Verkehrszählung in Sachen Mariahilfer Straße präsentiert:  Laut der Erhebung sind seit der Verkehrsberuhigung der Wiener Einkaufsmeile im August nicht nur auf der "Mahü" selbst, sondern auch in den Bezirken Mariahilf und Neubau insgesamt weniger Autos unterwegs. Allerdings: In einigen Straßen gab es sehr wohl signifikante Zuwächse.
Grüne für die Radler
MaHü von A bis Z
Kosten der Umgestaltung
Verkehrsberuhigung im Überblick

Wie Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) am Mittwoch im Gespräch mit Journalisten berichtete, beträgt die Gesamt-Abnahme zwischen Juni und Oktober 13.509 Kraftfahrzeuge pro Tag – wobei in den Spitzenzeiten am Vormittag bzw. am Nachmittag und Abend gezählt wurde. Reduziert wurde vor allem der Durchzugsverkehr. Für Bereiche, die mit einer Verkehrszunahme zu kämpfen haben, sollen Maßnahmen erarbeitet werden.

“Projekt hat erwarteten Erfolg gebracht”

Gezählt wurde an jenen Punkten, an denen eine Änderung der Verkehrsströme erwartet wurde. Tatsächlich konnten Auswirkungen festgestellt werden – wenn auch keine einheitlichen. Denn laut Vassilakou gibt es sowohl Bereiche mit mehr bzw. weniger als auch mit gleichbleibender Verkehrsbelastung. Der Gesamtrückgang sei aber erfreulich: “Das Projekt hat den erwarteten Erfolg gebracht”, versicherte sie. Die Zählungen wurden zu den Verkehrsspitzen, also zwischen 6.00 und 9.00 Uhr und zwischen 15.00 und 19.00 Uhr, durchgeführt. Signifikant fiel die Abnahme bei den Durchzugsrouten aus, jedenfalls in der Gesamtbetrachtung. Das liegt aber nicht zuletzt daran, dass der Autoverkehr von der Mariahilfer Straße fast völlig verbannt wurde.

So betrug etwa der Rückgang im Bereich Zieglergasse 3.818 Kfz. Bevor die Mariahilfer Straße Fußgänger- bzw. Begegnungszone wurde, waren dort am betreffenden Zähltag in den genannten Spitzenzeiten 4.623 Fahrzeuge unterwegs. Die Abnahme in der “Mahü” betrug laut Vassilakou insgesamt rund 83 Prozent.

Verkehrsaufkommen hat sich verlagert

Der Verkehr hat sich nicht zur Gänze in die großen Durchzugsstraßen verlagert – ein Teil davon jedoch schon, wie ein Blick auf die Zahlen zeigt: In der oberen Gumpendorfer Straße gab es etwa bis Oktober eine Zunahme von 1.113 Fahrzeugen (Ausgangswert 3.742, Anm.). Das Aufkommen, so wurde betont, sei zuletzt aber bereits wieder rückläufig gewesen. Abgenommen hat der Verkehr in der Burggasse sowie in Quergassen wie der Zieglergasse und der Schottenfeldgasse.

Mitunter wurden jedoch auch sehr deutliche Mehrbelastungen registriert, etwa in der Stollgasse in Neubau oder in der Hugo-Wolf-Gasse in Mariahilf. Letztere war vor der “Mahü”-Neuorganisation von gerade einmal 286 Autos frequentiert worden. Am Oktober-Zähltag waren es rund 1.000 Gefährte mehr. “Wir schauen uns das genau an”, versprach Vassilakou. Vermutet wird, dass vor allem Fehlfahrten verirrter Autofahrer für die Zunahme verantwortlich sind.

In den nun besonders betroffenen “Hotspots” könnte es – in Zusammenarbeit mit der Bezirken – Maßnahmen geben, um den Verkehrsstrom wieder einzudämmen. Sie könnten laut Vassilakou von neuen Ampelschaltungen, baulichen Maßnahmen bis hin zu einer Änderung bei den Einbahnregelungen reichen.

Weniger Autofahrten im 6. und 7. Bezirk durch Mariahilfer Straße neu

“Insgesamt hat die Zahl der Autofahrten im 6. und 7. Bezirk stark abgenommen”, betonte die Grün-Politikerin. Die gewünschte Verkehrsberuhigung sei erreicht worden. Ein Ziel wurde hingegen vorerst eher verfehlt – nämlich, dass sich die Autofahrer an Tempo 30 in den Durchzugsstraßen halten. Dies tun viele noch nicht, gestand Vassilakou ein. Sie werde sich darum dafür einsetzen, dass dort vermehrt Radarboxen aufgestellt werden, kündigte die Ressortchefin an.

Mariahilfer Straße – Opposition sieht Projekt gescheitert

Die Mariahilfer Straße ist kein Erfolg – davon ist jedenfalls die Wiener Opposition überzeugt. Für den Klubchef der Wiener Freiheitlichen, Johann Gudenus, ist das Projekt schlicht gescheitert. Nach Ansicht der ÖVP wird das Projekt auch von der Bevölkerung nicht angenommen. Verkehrsstadträtin Vassilakou versuche, die ausbleibenden Kunden und die damit verbundenen dramatischen Umsatzrückgänge für die Geschäftsleute in und um die Mariahilfer Straße positiv als Verkehrsrückgang zu verkaufen, kritisierte Gudenus am Mittwoch in einer Aussendung. Der Durchzugsverkehr sei in Wahrheit gleich geblieben und nur etwa auf die Gumpendorfer Straße, die Neustiftgasse oder noch großräumiger ausgewichen. Zusätzlich würden kleine Gässchen “massiv belastet”.

Laut dem Wiener ÖVP-Chef Manfred Juraczka war die Neugestaltung der Mariahilfer Straße schlecht vorbereitet und schlecht umgesetzt. Und sie werde auch nicht angenommen: “Die betroffenen Anrainer wollen die Letztentscheidung haben und gehen mit dieser Forderung heute auch wieder auf die Straße”, verwies er auf eine für Mittwoch angesetzte Demonstration. “Daher fordern wir eine rasche Abstimmung zwischen klaren Alternativen: entweder eine echte Fußgängerzone ohne Buslinie und Radfahrer oder die Mariahilfer Straße in ihrem ursprünglichen Zustand vor der Testphase”, erklärte der VP-Politiker.

(APA)

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