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Maria Stuart, Königin von Schottland: Kritik und Trailer zum Film

Regisseurin Josie Rourke bleibt in ihrem Film "Maria Stuart, Königin von Schottland" hauptsächlich in der Perspektive der jungen Schottenkönigin, die der Machtkampf mit Elizabeth schließlich bekanntermaßen nicht nur sprichwörtlich den Kopf kostete. Der Film beginnt mit diesem tragischen Ende - und rollt dann detailreich auf, wie es dazu kommen konnte. Die beiden ebenbürtigen Königinnen werden dargestellt von den gefeierten Nachwuchsstars Saoirse Ronan (Maria) und Margot Robbie (Elizabeth).

Während das Kino nicht immer so freundlich zur jüngeren Cousine von Königin Elisabeth I. war, stellt Josie Rourke in ihrem Spielfilmdebüt “Maria Stuart, Königin von Schottland” den Untergang der schottischen Königin als eine pop-feminstische Sache dar, die nicht durch fehlgeleitete Ambitionen verursacht wurde, sondern durch die verräterischen Männer in ihrem Leben. Ab Donnerstag im Kino.

Maria Stuart, Königin von Schottland: Kurzinhalt zum Film

1561 kehrt die verwitwete 18-jährige Maria Stuart aus Frankreich nach Schottland zurück und stößt auf keinen herzlichen Empfang. Ihrem Halbbruder (James McArdle) ist sie ein Dorn im Auge. und der protestantische Kleriker John Knox (David Tennant) klagt: “Sollen wir jetzt einem Papst und einer Frau standhalten?” Mary nimmt eine prekäre Position ein, sowohl als Katholikin auf einer protestantischen Insel, als auch als Konkurrentin des englischen Throns, und als potenzielle Mutter eines zukünftigen Königs im Gegensatz zu ihrer unverheirateten, kinderlosen Cousine Elisabeth. Dies schafft eine Reihe von Konflikten zwischen ihnen und reichlich Möglichkeiten für Verrat und Intrigen.

Elisabeth und Maria, die zentrale Konfliktlinie des Films, sind zwei Königinnen auf einer Insel, und vielleicht die einzigen Menschen, die einander wirklich verstehen. Aber sie sind auch Rivalinnen. Jede besitzt in irgendeiner Weise das, was der anderen fehlt und daher begehrt. Elisabeth verzichtet auf Ehe und Familie, um ihre Macht zu stärken. Maria heiratet mehrmals, scheint aber nur politisch darunter zu leiden.

“Maria Stuart, Königin von Schottland” legt nun die provokante Idee nahe, dass sie in Wirklichkeit mehr gemeinsam hatten, als ihnen vielleicht bewusst war, und England und Schottland ihre Differenzen beiseitegelegt hätten, wenn da nicht die intriganten Männer in ihrem Leben gewesen wären. Beide Frauen sind umgeben von unloyalen Liebhabern und verräterischen Beratern. In Elisabeths Fall ist es ihre rechte Hand (Guy Pearce). In Marias Fall ist es ihr Staatssekretär Lord Maitland (Ian Hart), ihr Befehlshaber Bothwell (Martin Compston) und ihr Ehemann Lord Darnley (Jack Lowden), der, so stellt sich später heraus, lieber mit Männern schläft.

Maria Stuart: Die Kritik

Eingefleischte Historiker hätten wahrscheinlich ihre Schwierigkeiten mit der Interpretation von Drehbuchautor Beau Willimon (Schöpfer der US-Serie “House of Cards”) und Regisseurin Josie Rourke, der künstlerischen Leiterin des Londoner Donmar Warehouse Theaters. Das blutige Schicksal zweier Nationen wird auf einen sexistischen Zickenkrieg reduziert, die lediglich wie “Opfer” ihrer Zeit behandelt werden.

Einige haben die Struktur des Films mit Michael Manns “Heat” verglichen, der auf zwei gegenüberliegenden Seiten eines Konflikts spielt. Die beiden Königinnen stehen sich bis zum Schluss nicht von Angesicht zu Angesicht gegenüber, was uns leider des Nervenkitzels beraubt, zwei dynamische Stars in derselben Szene zu sehen. Ronan und Robbie teilen sich eine späte Sequenz, ein geheimes Treffen in einem abgelegenen Haus, in dem sie durch einen Raum gleiten, der wie ein Labyrinth aus dünnen Laken aussieht. Selbst als sie sich endlich gegenseitig beäugen, teilen sich die beiden Schauspielerinnen selten das Bild, wie Pacino und De Niro in “Heat”.

Es ist vielleicht nie vorgekommen, aber das Treffen zwischen Maria Stuart und Elisabeth I., das den Film abschließt, ist ein unbestrittener Höhepunkt in einem vielleicht zweidimensionalen, aber gut aussehenden Film, nicht zuletzt wegen Kameramann John Mathieson, der fünf Filme in Folge für Ridley Scott gedreht hat. Viel ist auch dem sensationellen Auftritt der 24-jährigen, irischen Schauspielerin Saoirse Ronan zu verdanken, die hier so glaubwürdig ist wie als giftiges kleines Mädchen in “Abbitte”, als rothaariger Teenager in “Lady Bird” oder irische Einwanderin in “Brooklyn” (alle drei Rollen brachten ihr Oscar-Nominierungen). Ihr Temperament und Margot Robbies gruselige Performance machen den Film durchaus unterhaltsam. Nur allzu ernst nehmen sollte man ihn vielleicht nicht nehmen.

>> Alle Spielzeiten auf einen Blick

(APA/Red)

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