Margit Fischer besucht Volkshilfe Sozialberatungsstelle

Zum Start der neuen Volkshilfe Kampagne „armut tut weh“ besucht Margit Fischer die Sozialberatungsstelle der Volkshilfe Wien. Viele von Armut betroffene Menschen kamen zu diesem Anlass in die Beratungsstelle, um Margit Fischer ihr Schicksal zu berichten. Stadtreporter-Beitrag | Stadtreporter Video:

Das Schicksal einer Frau hat Margit Fischer dabei besonders betroffen gemacht: „Sie hat mir erzählt, dass sie selbst zu 80% invalid ist und von einer Invaliditätspension leben muss, vor einem Jahr ist ihr Mann nach einem Herzinfarkt schwer dement aufgewacht. Jetzt betreut sie ihn und weiß mit ihrer 10-jährigen Tochter nicht, wie es finanziell weitergeht.” Menschen mit solchen und ähnlichen Schicksalen wenden sich an die Volkshilfe.

Besonders traurig macht Fischer die Tatsache, dass auch viele Kinder an Armut leiden: “Eltern haben nicht die Möglichkeit, ihre Kinder zu fördern, können sich das Jausenbrot oder den Schulausflug nicht leisten, ebenso keine medizinische Versorgung, keine Zahnspange.” Kinder aus Armutsfamilien sind oft Außenseiter und erhalten auch nicht die bestmögliche Bildung. Dadurch tragen sie später das Risiko, auch selbst in Armut leben zu müssen.

Derzeit leben in Österreich rund 250.000 Kinder an oder unter der Armutsgrenze, 460.000 Menschen sind akut arm. Das bedeutet, drastische Einschränkungen hinnehmen zu müssen, beispielsweise die Wohnung nicht ausreichend heizen zu können und gezwungen zu sein, billigste Nahrungsmittel zu kaufen.

Für Margit Fischer sind das „erschreckend hohe Zahlen für ein reiches Land wie Österreich. Wenn 12,6% der Bevölkerung akut arm oder armutsgefährdet sind, dann kann man davor nicht die Augen verschließen. Leider ist auch unser gutes Sozialsystem in manchen Fällen überfordert, gibt es immer wieder Lücken, durch die Menschen hindurchfallen. Daher danke ich allen, sowohl privaten Spendern und Spenderinnen als auch Firmen, die mithelfen, Menschen wieder Hoffnung zu geben.”

Die Ansuchen um Unterstützung in akuten Notlagen nehmen immer mehr zu, in der Vorweihnachtszeit sind besonders viele allein erziehende Mütter, aber auch Familien mit mehreren Kinderen darunter. Neben dem schlechten Gewissen, kein Geld für Weihnachtsgeschenke zu haben, plagt viele die Sorge, noch vor Weihnachten die Wohnung zu verlieren oder auch am Weihnachtsabend in eiskalten Räumen zu sitzen.

In der Sozialberatungsstelle der Volkshilfe in Wien 16. wird gemeinsam mit den von Armut betroffenen Menschen versucht, individuelle Lösungen für schwierige Lebenssituationen zu finden. Unterstützt werden die Betroffenen einerseits durch Informationen über finanzielle Ansprüche, andererseits durch Beratung und Zugang zu Spendenmitteln. Die Abgabe von Lebensmittelpaketen, Warengutscheinen und Kleidergutscheinen sind für viele Klienten eine wichtige Hilfe. Die Beratungsstelle wird überwiegend durch Spendenmittel und finanzielle Unterstützung durch die Stadt Wien finanziert.

Auch heuer macht die Volkshilfe in einer österreichweiten Plakatkampagne auf das Thema Armut aufmerksam. Durch die Unterstützung von gewista, Werbering und Ankünder werden österreichweit 1.500 24- und 16-Bogen-Plakate affichiert.

Spendenkonto der Volkshilfe: PSK 90.175.000; BLZ 60 000

Mehr Informationen zur Volkshilfe finden Sie hier!

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