Mann terrorisierte ganzes Wohnhaus

Vertagt wurde am Freitag der Prozess gegen einen 29-jährigen Beschäftigungslosen, der die Bewohner eines ganzen Hauses in der Johnstraße in Wien-Fünfhaus terrorisiert hatte.

Aus einem Fenster der Wohnung des Mannes flogen laut Anklage nicht nur Glasflaschen in Richtung Passanten, sondern auch Ziegelsteine auf Windschutzscheiben darunter geparkter Autos. Nachbarn seien attackiert, Wohnungstüren eingetreten und Gangfenster zerschlagen worden.


Teilweise geständig

Im November 2004 gab es die ersten Anzeigen, die Staatsanwaltschaft verfasste den ersten Strafantrag. Weitere Anzeigen und drei Nachtragsstrafanträge folgten. Mitte Mai wurde der 29-Jährige festgenommen, nachdem er einen Elfjährigen zu Boden geschlagen und ihn dann kopfüber in einen Mistkübel gesteckt hatte.

Vor Gericht zeigte sich der Mann teilweise geständig. Ja, er habe einer Nachbarin einen Faustschlag verpasst, weil diese in seine Richtung “Der schaut so blöd” gesagt habe: “Da hab ich sie halt niederg’schlag’n.”


Psychiatrisches Gutachten wird eingeholt

Der Prozess wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. Ein psychiatrisches Gutachten soll klären, ob der Mann überhaupt zurechnungsfähig ist.

Einige Hausbewohner haben mittlerweile ihre Wohnungen aufgegeben und sind ausgezogen, weil sie sich ihres Lebens nicht mehr sicher fühlten. Der Angeklagte wurde mittlerweile delogiert.

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