Mängel bei CPA-Masken: Auch Wien lässt Masken-Charge auf Fehler prüfen

In Wien nur Teil der insgesamt 2,14 Mio. Stück umfassenden Tranche im Umlauf.
In Wien nur Teil der insgesamt 2,14 Mio. Stück umfassenden Tranche im Umlauf. ©APA/Barbara Gindl (Symbolbild)
Das Gesundheitsministerium überprüft einen etwaigen Mangel bei CPA-Masken (entsprechen den Kriterien von FFP2-Masken, Anm.). Nachdem ein Pflegeheim in Kärnten eine Maske beanstandet hatte, wurde bei einer neuerlichen Testung festgestellt, dass der Durchlass größer als erlaubt war.

Wie das Gesundheitsministerium betonte, habe man sofort nach dem Testergebnis alle Bundesländer informiert. In dem Schreiben wurde auch empfohlen, die betroffenen Masken nur mehr als Mund-Nasen-Schutz einzusetzen. Wie viele Masken betroffen sind, wurde noch untersucht.

Ministerium lässt Masken prüfen

Der Fall ist ungewöhnlich, da einem Betrieb üblicherweise Chargen mit Masken mit der selben Produktionslosnummer zugeteilt werden. Im Fall des Pflegeheimes waren dies Produkte mit Losnummer SC20200040, die auch bei neuerlichen Tests den Vorgaben einer FFP2-Maske entsprachen. "Der Betreiber eines Pflegebetriebs hat allerdings bemerkt, dass innerhalb derselben Charge auch andere Masken als die der geprüften Produktionslosnummer ausgeliefert wurden. Dieser Sachverhalt wird aktuell geprüft", hieß es seitens des Ministeriums.

Zusätzlich wurden bereits Schritte eingeleitet, "um die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Masken für die Einrichtungen im Sozial- und Pflegebereich bestmöglich sicherzustellen". Die Auslieferungen soll binnen einer Woche folgen.

Auch Wien lässt Masken-Charge auf Fehler prüfen

Auch Wien lässt - neben anderen Bundesländern - eine bestimmte Charge von Schutzmasken, die dem FFP2-Typ entsprechen, auf eventuell fehlerhafte Exemplare durch das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen prüfen. Das teilte ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Mittwoch auf APA-Anfrage mit.

Charge umfasste in Wien 2,14 Mio. Stück

Insgesamt umfasse die georderte Tranche dieser Charge für Wien 2,14 Mio. Stück, wobei bisher nur ein Teil davon im Sozial- und Pflegebereich im Umlauf sei, so der Sprecher. Eine Stückzahl war nicht zu erfahren. Diese würden derzeit auf Mängel überprüft.

Engpässe, indem man die Masken zumindest vorübergehend aus dem Verkehr zieht, entstünden aber nicht. Denn durch große Lagerbestände könne man die fehlende Menge problemlos ausgleichen, hieß es.

Etwaige mangelhafte Masken auch in NÖ verwendet

Die derzeit durch das Gesundheitsministerium wegen etwaiger Mängel überprüften CPA-Masken, die den Kriterien von FFP2-Masken entsprechen, sind auch in Niederösterreich eingesetzt worden. "Die Masken werden derzeit geprüft und die Einrichtungen wurden informiert, dass sie vorerst nur als Mund-Nasen-Schutz (MNS, Anm.) verwendet werden dürfen", teilte das Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) am Mittwoch mit.

Die neuerliche Testung von Schutzprodukten einer bestimmten Produktionslosnummer hatte ergeben, dass "unzulässige Abweichungen mit Sicherheit nicht ausgeschlossen werden können", erklärte ein Sprecher der Landesrätin. Derzeit werde erhoben, wieviele der vom Bund im August gelieferten Masken in Niederösterreich im Umlauf seien, um einen Ersatz organisieren zu können.

Zehn Millionen-Charge mit mangelhaften CPA-Masken möglich

Eine Charge von zehn Millionen CPA-Masken könnte von einem gestern, Dienstag, bekannt gewordenen Mangel betroffen sein. Sie dürfen daher statt wie geplant als FFP2- nur noch als FFP1-Masken verwendet werden, bestätigte das Gesundheitsministerium am Mittwochabend gegenüber der APA eine Vorabmeldung der "Zib 2" des ORF. Die Masken wurden im Sommer vom Roten Kreuz im Auftrag des Wirtschaftsministeriums bestellt und vom Gesundheitsministerium an die Länder zugewiesen.

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(APA/Red)

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