"Made 4 You": MAK wird ein Kreativlabor für Industriedesign

Wiener MAK als Kreativlabor für Industriedesign
Wiener MAK als Kreativlabor für Industriedesign ©APA
Das MAK in Wien wird ein Kreativlabor für Industriedesign. Die Besucher können sich bis Oktober mit dem "Design für den Wandel" auseinandersetzen.

Eine Museumshalle als Kreativlabor mit angeschlossener Verkaufsfläche: Diesen Eindruck hinterlässt aktuell das Wiener Museum für Angewandte Kunst (MAK). Im Zuge der Ausstellung “Made 4 You” begegnet man dort einem “Unternehmen der Zukunft”. Und alles ist dabei: eine Lobby mit dem Blick zurück, ein Labor für künftige Entwicklungen und eine Factory als Ort der Produktpräsentation. Bis 7. Oktober hat man Gelegenheit, sich mit dem “Design für den Wandel” auseinanderzusetzen.

MAK: Design als Wunderwaffe?

So sind es auch künftige Prozesse, die MAK-Direktor Christoph Thun-Hohenstein besonders betonte. “Seit einigen Jahren gibt es eine neue, zentrale Strömung: Design für einen positiven Wandel.” Design also als Wunderwaffe zur Gesellschaftsentwicklung? Wenn man sich die mehr als 80 ausgestellten Projekte ansieht, wird zumindest die Durchdringung des alltäglichen Lebens sehr schnell deutlich. Veranschaulicht wird dies durch sechs Themenkomplexe.

Während die Lobby mit frühen Versionen von Apple-Computern beinahe nostalgische Gefühle hervorruft, steht nur wenige Schritte weiter die Zukunft vor der Tür: Aktuelle Wagenmodelle von Audi, Mercedes Benz oder Renault versprühen futuristisches Flair, aber gleichzeitig ganz der Nachhaltigkeit und E-Mobilität verbunden.

Farben werden die Themen verbinden

Als Wegweiser durch die Ausstellung dient auch hier ein Farbsystem, das die verschiedenen Themen in den drei Bereichen verbindet. Arbeit und Freizeit sind dabei mittels verschiedenster Gebrauchsgegenstände ebenso Thema wie die allgegenwärtige digitale Konvergenz: Tablet-Computer, eReader, die Kombination von Software, Hardware und Interface. Und gleichzeitig lädt die Ausstellung zur regen Beteiligung, sind doch etliche Objekte mit QR-Codes versehen, die mittels Smartphones weitere Infos sowie Kommentarfunktionen bereitstellen.

Wem das zu wenig ist, der kann sich einerseits dem Rahmenprogramm widmen – inklusive zweier Workshops in Kooperation mit departure, die das Labor zur “dynamischen Einrichtung” werden lassen (Geisler) -, oder das Stadtauto von morgen testen: In der Weiskirchnerstraße stehen nämlich drei Exemplare von Renaults Twizy, einem elektrischen Kleinwagen, mit dem Probefahrten unternommen werden können. Ein weiterer Versuch, um das Thema dem Publikum näher zu bringen, wie Geisler unterstrich.

(Red./APA)

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