Lufthansa-Streik: Vienna Airport bleibt ruhig

Von Montag bis Donnerstag wird bei der Lufthansa (LH) gestreikt. Die LH-Tochter AUA und Fluggesellschaft Niki wollen mögliche Ausfälle durch Aufstockung auffangen, sodass die Auswirkungen gering sein sollten.
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Der für Montag bis Donnerstag kommender Woche angekündigte Streik der Lufthansa-Piloten dürfte für den Flugverkehr in Österreich keine schwerwiegenden Folgen haben. “Am Flughafen Wien schätzen wir die Auswirkungen gering ein”, betonte Peter Kleemann, Sprecher des Airports. Lufthansa habe in Wien einen Marktanteil von 5,6 Prozent, daher sei das Passagieraufkommen durch diese Fluglinie relativ gering.

Man rechne damit, dass die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) sowie die Fluggesellschaft Niki (“Flyniki”) mit ihren Aufstockungen die Ausfälle auffangen können, meinte Kleemann. “Wir gehen davon aus, dass aufgrund dieser Maßnahmen die Auswirkungen gering sein werden.” Die AUA habe im Vergleich zur Lufthansa am Flughafen Wien einen Marktanteil von 49,5 Prozent, danach folgen Niki und Air Berlin. Erst an vierter Stelle kommt die Lufthansa.

Montag wird bekannt gegeben, wo gestreikt wird

Die Detailplanungen für einen möglichen Ersatz bei Ausfällen waren am Freitag noch im Gange. Laut einem Lufthansa-Sprecher finden im Februar pro Tag durchschnittlich 80 Flüge von Deutschland nach Österreich statt, etwa ebenso viele würden retour abgewickelt. Wie viele der Verbindungen von dem Streik betroffen sein werden, wisse man erst am Montag, wenn bekannt sei, wo genau gestreikt werde, betonte der Sprecher. Man rechne nicht damit, dass alle Maschinen am Boden bleiben werden.

Genaue Informationen über den jeweiligen Stand werden auf der Internetseite der Fluglinie unter http://www.lufthansa.com bekanntgegeben. Der Streik soll von Montag bis inklusive Donnerstag andauern. Die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) hat 4.000 Flugzeugführer zur Beteiligung aufgerufen.

Planungen für Aufstockungen müssen flexibel gehalten werden

Aufgrund der vagen Situation muss die AUA ihre Planungen für Aufstockungen flexibel gestalten. Um Ausfälle auffangen zu können, werde man auf jeden Fall die drei wichtigsten Ziele in Deutschland – Frankfurt, München und Düsseldorf – mit größeren Maschinen als üblich anfliegen, erklärte Fluglinien-Sprecher Michael Braun. Dadurch könnten zusätzliche Passagiere transportiert werden.

Ähnliche Pläne gibt es für Verbindungen zwischen Wien und Berlin, Köln, Stuttgart sowie Hamburg. Dort sollen je nach Bedarf Flieger mit größeren Sitzplatz-Kapazitäten eingesetzt werden – abhängig davon, wo genau gestreikt wird. “Das wird man relativ live sehen müssen”, so Braun. Sämtliche AUA-Verbindungen sowie Codeshare-Flüge im AUA-Verantwortungsbereich bleiben vom Streik unberührt und werden planmäßig abgewickelt.

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