Ölpreis steigt wieder - Effekt der IEA-Aktion verblasst

Die Freigabe von 60 Millionen Barrel aus den strategischen Reserven durch die Internationale Energie Agentur (IEA) hat am Donnerstag einer deutlichen Korrektur der Ölpreise geführt. Am Freitag konnte das schwarze Gold seine Verluste aber wieder begrenzen.
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Die US-Sorte WTI erholte sich in den Vormittagsstunden von 90,79 auf 91,94 Dollar, die Nordsee-Sorte Brent stieg in den Mittagsstunden von 105,67 auf bis zu 108,70 Dollar pro Fass.  Am Donnerstag war Brent um bis zu 6 Prozent gefallen.

60 Millionen Barrel entsprechen rund 2,5 Prozent des eines Monatsverbrauchs. Analysten interpretierten die Aktion unterschiedlich. “Es war wichtig, dass man der Preisspirale das Genick gebrochen hat – die jüngsten inflationären Anstiege werden vermutlich jetzt wieder ungeschehen gemacht”, meint etwa Edward Meyer, Analyst bei MF Global in New York.

Die Nachrichtenagentur Reuters lässt aber auch Carsten Fritsch, Analystin bei der deutschen Commerzbank zu Wort kommen. Sollte Saudi-Arabien seine Zusage, den Output auf 10 Mio. Barrel zu erhöhen, rückgängig machen, wäre der Schuss der IEA nach hinten losgegangen, warnt Fritsch.

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