Love Machine - Kritik und Trailer zum Film

Was braucht ein guter Callboy? Wenn man schon nicht mit dem Aussehen punkten kann, dann sollte das beste Stück entsprechend ausgestattet sein. Auf dieser Schiene versucht sich der von Starkabarettist Thomas Stipsits gespielte Georgy Hillmaier in der neuen Komödie "Love Machine".

Was braucht ein guter Callboy? Wenn man schon nicht mit dem Aussehen punkten kann, dann sollte zumindest das beste Stück entsprechend ausgestattet sein. Genau mit dieser Kombination versucht sich Georgy Hillmaier in der Komödie “Love Machine” nach einer erfolglosen Musikerkarriere in dem für ihn neuen Metier. Kabarettist Thomas Stipsits gibt den Zufalls-Loverboy ab Freitag im Kino.

Love Machine – Kurzinhalt zum Film

Neben finanziellen Gründen ist es auch der plötzliche Tod eines Bandkollegen, der Hillmaier zu einer beruflichen Veränderung zwingt. Doch wie macht man das schnelle Geld? Ganz nach dem Motto “Sex Sells” stolpert er in die Welt der käuflichen Liebe und wird zum Callboy. Die Aufgabe der “Zuhälterin” übernimmt seine Schwester Gitti (Julia Edtmeier) und bewirbt das neugegründete “Familienunternehmen” in dem Beautysalon, wo sie arbeitet. Im Geschäft mit der Liebe behauptet sich Georgy weniger durch sein Aussehen, sondern viel mehr beweist er, dass man mit viel Charme und Einfühlungsvermögen auch ohne Sixpack bei den Damen punkten kann.

Im Wiener Dialekt kann “Love Machine”, neben einem hochkarätig besetzten Cast (u.a. Barbara Schöneberger, Adele Neuhauser, Katharina Straßer und Ulrike Beimboldt), vor allem durch eines bestechen: dem ulkigen Hauptcharakter – den “uncallboyhafteste Callboy ever”, wie Gitti ihren Bruder beschreibt. Georgy bleibt trotz teils bizarrer (Sex-)Szenen stets sympathisch und nahbar.

Love Machine – Die Kritik

Zum einem mag das an dem humorvollen Spielstil des Kabarettisten und Schauspielers Thomas Stipsits liegen, der seiner Figur statt Sexyness eine gewisse Liebenswürdigkeit verleiht. Zum anderen ist es auch auf die Figurenkonzeption des steirischen Regisseurs Andreas Schmied zurückzuführen. Schon über seinen Debütfilm “Werkstürmer” (mit Michael Ostrowski, Hilde Dalik und Manuel Rubey) von 2013 meinte er in einem APA-Interview: “Unsere Figuren sind alle sympathisch – sie haben natürlich einen Pecker wie jeder Mensch, aber man mag sie.” Und das trifft auch auf Georgy, Gitti und Co in seinem jetzigen Streifen zu.

Thomas Stipstis als “Pretty Woman” unter umgekehrten Vorzeichen, gepaart mit teils herbem Wiener Schmäh über Lust und Liebe, mag vielleicht nicht jedermanns bzw. jederfraus (Kino-)Vorliebe entsprechen. Dennoch überzeugt “Love Machine” neben lustigen Gastauftritten vieler bekannter Gesichter durch einen witzig inszenierten, atypischen “Lustknaben”. Lässt man sich auf die anstößigen Witze und Pointen ein, sind anfängliche Zweifel wie weggeblasen.

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(APA/Red)

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