L'Oreal-Affäre: Geldgeschenke an Günstling

Der Freund und Günstling der L'Oreal-Milliardärin Liliane Bettencourt hat die großzügigen Geldgeschenke seiner Gönnerin verteidigt. "Sie hat mir Geld gegeben, so wie andere ihre Zeit oder ihren Körper hergeben", sagte Francois-Marie Banier in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Geld habe keine Rolle gespielt in seiner Beziehung zu der 87-Jährigen. "Liliane wollte, dass ich es habe. Was ist schlecht daran?". Sieben Jahre lang habe er das Geld zurückgewiesen, bis er es angenommen habe. Eine Summe nannte Banier nicht.

Bettencourt war vergangene Woche in einem Interview auf Distanz zu Banier gegangen und hatte ihn als “unerträglich” bezeichnet. Die Milliardärin hatte im Sommer ihr Testament geändert, in dem der Fotograf und Künstler als alleiniger Erbe eingesetzt war. Vor kurzem hatte zudem der L’Oreal-Kosmetikkonzern seine umstrittenen Beraterverträge mit Banier aufgelöst. Insgesamt sollte der langjährige Freund bis 2011 mehr als 700.000 Euro jährlich von L’Oreal erhalten. Bettencourts Tochter hatte Banier vorgeworfen, ihre Mutter auszunutzen und Anzeige erstattet. Dadurch kamen zahllose Affären rund um Liliane Bettencourt ans Licht.

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