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Lockdown-Krimi soll sich am Montag entscheiden

Die Regierung will Gespräche mit den Länderchefs und der Opposition führen.
Die Regierung will Gespräche mit den Länderchefs und der Opposition führen. ©APA/BKA/DRAGAN TATIC
Steht uns eine weitere Verlängerung des harten Lockdowns bevor, oder können wir schon bald mit Lockerungen rechnen? Darüber will die Regierung am Montag entscheiden.

Am kommenden Montag fällt die Entscheidung über eine mögliche Verlängerung des Lockdowns oder allfällige Lockerungen ab dem 8. Februar.

Um 13.00 Uhr sollen Vertreter der Bundesregierung, die Landeshauptleute und Corona-Experten beraten, wie es weitergeht. Dieses Datum war Mitte Jänner bei der Verlängerung des aktuellen Lockdowns als das früheste genannt worden, ab dem Handel, Friseurläden und Museen, aber auch der Präsenzunterricht an den Schulen wieder losstarten könnten.

Regierung entscheidet über Lockdown: Länder für Öffnung

Aus den Ländern kommt jedenfalls der Wunsch nach gewissen Öffnungsschritten. Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hatte sich erst diese Woche für eine Diskussion über das Aufsperren von Handel und Schulen ausgesprochen, auch vor dem Hintergrund, dass die Stimmung in der Bevölkerung "kippt". Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) tendierte zuletzt ebenfalls in Richtung vorsichtiges Aufsperren mit konkreten Regelungen, "insbesondere für Kindergärten und Schulen, aber auch für Teile des Handels".

Ebenfalls für vorsichtige Öffnungen, insbesondere was die Rückkehr zum Präsenzunterricht betrifft, spricht sich Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) aus, wobei es gleichzeitig möglicherweise Verschärfungen in anderen Bereichen geben könnte. Außerdem plädiert er für ein stärkeres Abwägen, was eine Maßnahme nütze und was sie für Kollateralschäden verursache und fordert die Einbindung zusätzlicher Fachleute zur Beurteilung der Auswirkungen der Maßnahmen auf das Leben der Menschen.

Der burgenländische Landesrat Leonhard Schneemann (SPÖ), der am Montag als Vertretung von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) an der Sitzung im Bundeskanzleramt teilnimmt, sprach sich im Vorfeld auch für eine rasche Öffnung der Schulen und des Handels aus, und: "Nicht nur das, ich werde auch für eine sichere und stufenweise Öffnung der Beherbergungsbetriebe plädieren", sobald die Infizierten-Zahlen eine stufenweise Lockerung zulassen, erklärte Schneemann gegenüber der APA.

Opposition soll bei Entscheidung miteinbezogen werden

Im Kanzleramt wollte man sich am Freitag auf APA-Anfrage noch nicht festlegen, wohin die Reise geht.

Jedenfalls will die Regierung am Montag davor auch noch mit den Oppositionschefs reden - um 11.30 Uhr per Videokonferenz. NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger forderte am Freitag gegenüber der APA, "alle Zahlen müssen endlich auf den Tisch". Sie erwarte eine konkrete Prognoserechnung zur weiteren Entwicklung, außerdem müsse ein Plan vorgelegt werden, in welchen Bereichen Öffnungsschritte möglich seien. Zudem poche man auf einen aktualisierten Impfplan.

(APA/Red)

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