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Lockdown: Auch Handelsverband fordert Entschädigung

Auch der Handel fordert Entschädigungen.
Auch der Handel fordert Entschädigungen. ©APA/BARBARA GINDL
Auch der Handelsverband foredert Entschädigung aufgrund des November-Lockdowns. Der Handel sei auf den ersten Blick nur indirekt betroffen, in Wahrheit jedoch direkt.

Der Handelsverband pocht vehement auf neue Hilfen aufgrund des November-Lockdowns. Auch wenn der Handel im Gegensatz zum ersten Stillstand im Frühjahr - unter Auflagen wie etwa der 10-Quadratmeter-Regel - nun offen halten darf, sei das unbedingt notwendig, so Obmann Rainer Will. "Wie auch immer eine Sonderhilfe für den November genau ausschaut, sie ist absolut notwendig. Der Handel ist auf dem ersten Blick nur indirekt vom Lockdown betroffen, in Wahrheit aber direkt."

Handelsvertreter fordert "Verlustausgleich"

"Uns brechen Frequenz und Umsätze weg, wenn die Gastronomie nicht offen hat und nur wenige Menschen auf den Straßen unterwegs sind, weil sie im Home-Office sind", sagte Will am Sonntag im Gespräch mit der APA. Zusätzlich zur geforderten Akuthilfe für November, und dem Fixkostenzuschuss - die Unternehmen warten weiter auf die Umsetzung der aktualisierten Version, weil sich Brüssel und Wien hier immer noch nicht einig sind - brauche es zudem einen "Verlustausgleich", fordert der Handelsvertreter.

Aber sowohl ein Verlustausgleich als auch der Fixkostenzuschuss würden zu lange brauchen, um in den Betrieben anzukommen. Also brauche es für November rasche Hilfe, "Cash für die Kassen um die Mitarbeiter zu halten". Insgesamt sind 600.000 Menschen im heimischen Handel beschäftigt. "Wir fordern auch eine 80-Prozent-Entschädigungsregelung, weil viele Händler, wie ich prognostiziere, im November höhere Umsatzrückgänge als 80 Prozent beklagen werden müssen." Die konkrete Ausgestaltung müsse man sich anschauen, sagte Will auf den Hinweis, dass Gastronomie und Hotellerie ja zusperren und gleichzeitig ihre Mitarbeiter behalten müssen, um diese Hilfe zu erhalten. "Es braucht jedenfalls für November eine eigene, rasche, unbürokratische Hilfe."

Wichtig sei auch ein Verlustausgleich, der von der EU-Kommission auch erlaubt sei, so Will. Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern könnten so einen Zuschuss zum Jahresverlust von bis zu 90 Prozent erhalten, größere Firmen bis zu 70 Prozent. "Das wurde bisher von unserer Regierung vom Tisch gewischt. Das wäre aber wichtig - weil wenn die Unternehmen dadurch Sicherheit haben, dass Verluste ausgeglichen werden, haben sie auch eine Perspektive für die Zukunft", argumentiert der Handels-Lobbyist.

Trefelik appellierte ebenfalls für Hilfe für den Handel

Auch der Handelsspartenobmann in der Wirtschaftskammer, Rainer Trefelik appellierte bereits am Samstag im Gespräch mit der APA an die Bundesregierung, dass man Hilfen für den Handel nicht vergessen dürfe, auch wenn dieser nun wohl offenhalten dürfe. "Man darf nicht vergessen, dass ein neuer Lockdown auch für den Handel kein einfacher Weg werden wird." Man wolle zwar für die Kunden da sein, Umsätze generieren und auch im Sinne einer gesamtstaatlichen Verantwortung Arbeitsplätze und eine gewisse Normalität erhalten. "Aber so wichtig das Signal eines Offenhaltens auch ist, es wird nicht 'normal' sein. Es wird zu Umsatzeinbrüchen kommen, es wird die Konsumlaune fehlen genau so wie Kaufimpulse." Also würden auch neue Hilfen für den Handel notwendig werden. Eine konkrete Forderung wollte Trefelik vorerst aber noch nicht aufstellen.

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(APA/Red)

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