Ljajic bittet Bevölkerung um Hilfe bei Mladic-Jagd

Rasim Ljajic, Leiter der Regierungsbehörde für die Zusammenarbeit mit dem UNO-Kriegsverbrechertribungal, hat Bürger Serbiens aufgerufen, den Behörden Informationen über flüchtige Haager Angeklagte, Ratko Mladic und Goran Hadzic, zu liefern.

Der serbische Arbeitsminister und Leiter der Regierungsbehörde für die Zusammenarbeit mit dem UNO-Kriegsverbrechertribunal (ICTY), Rasim Ljajic, hat am Dienstag seine Landsleute aufgerufen, den Behörden Informationen über die beiden noch flüchtigen Haager angeklagten zu liefern. Dies wäre eine “gute Tat für den Staat”, sagte Ljajic laut Belgrader Medien. Bei den zwei Gesuchten handelt es sich um den einstigen Militärchef der bosnischen Serben, Ratko Mladic, und den früheren Führer der Serben in Kroatien, Goran Hadzic.

In Polizeistationen in Serbien waren am vergangenen Wochenende landesweit Steckbriefe von Mladic und Hadzic angebracht worden. Für Mladic wurde eine Ergreiferprämie von einer Million Euro versprochen, für Informationen zur Ergreifung von Hadzic werden 250.000 Euro geboten. Ljajic zufolge sollen die Steckbriefe nun auch in allen Gerichten angebracht werden.

Die Steckbriefe würden nur eine der Behördenmaßnahmen bei der Fahndung nach den zwei mutmaßlichen Kriegsverbrechern darstellen, betonte Ljajic. Das Fahndungsteam würde sich auf die Sicherheitsdienste und auf die gute Koordination zwischen den zivilen und militärischen Nachrichtendiensten stützen, präzisierte der Minister.

Die Festnahme von Mladic gilt wichtigste Voraussetzung für weitere Schritte Serbiens auf seinem Weg in Richtung Europäische Union. Die Niederlande wollen der Umsetzung des bereits im April des Vorjahres unterzeichneten Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens (SAA) der EU mit Serbien nicht zustimmen, solange Mladic nicht in Den Haag ist.

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